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PrologEs war ein heißer Tag. Die abendliche Brise, die vom Ogowe her wehte, brachte keine Abkühlung. Träge, seit der Mittagshitze schon, war das Kommen und Gehen zwischen den Gebäuden des Hospitals. Selbst das Lärmen der Kinder, den lieben langen Tag hindurch, quirlte nur müde dahin. Zwei Handbreit noch stand die Sonne über dem Wald, ganz nahe hinterm Fluß, blutrot sich verfärbend und stark flimmernd am Rand. Alles erwartete die Kühle der Nacht, die dann doch wie stets nur spärlich kam.Mit Albert Schweitzer ging ich den Hang hinauf. Wir waren in der Pharmazie gewesen, Briefe zu beantworten, Sympathiebekundungen aus aller Welt, die sich zu Hunderten stapelten. Eine furchtbare Arbeit in der wabernden Hitze des Raumes, ein glühendheißes Wellblechdach überm Kopf.Ich hatte ihm dabei, so gut ich das vermochte, geholfen. Oft und gern vertraute er seinen engsten Mitarbeitern oder Freunden, die zu Besuch in Lambarene weilten, solche Dienste an. So habe ich nicht nur etwas dazu beitragen können, den nie kleiner werdenden Postberg etwas abzutragen, sondern auch später, beim Ordnen seines Nachlasses, ihn hilfreich unterstützen können. Noch lebhaft erinnere ich mich daran, wie er mir bei meinem Besuch 1964 die fünfunddreißig Kisten, in denen sein Nachlaß sicher verpackt war, anvertraute, die ich dann selbst mit dem Lastwagen nach Libreville brachte, damit sie von hier nach Europa expediert wurden.