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Friedrich Piel - Albrecht Dürer [antikvár]

Albrecht Dürer [antikvár]

Friedrich Piel

 
EinleitungRuhmAlb recht Dürer, pracceptor artis Germaniae, hinterließ bei seinem Tode im Jahre 1528 ein reich differenziertes und ruhmreiches Werk, dem die ununterbrochene Wertschätzung von Künstlern und Laien sicher sein sollte. Schon zu Lebzeiten wurde er als Neuer Apelles, ja als der Meister gefeiert, der jenen berühmtesten Maler der Antike noch überträfe. Sein Ruf, den Italien als Alberto Durero, Frankreich als Albert Durer kennt, war nicht auf die Heimat beschränkt. Kein deutschsprachiger Maler war über Jahrhunderte so bekannt...
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EinleitungRuhmAlb recht Dürer, pracceptor artis Germaniae, hinterließ bei seinem Tode im Jahre 1528 ein reich differenziertes und ruhmreiches Werk, dem die ununterbrochene Wertschätzung von Künstlern und Laien sicher sein sollte. Schon zu Lebzeiten wurde er als Neuer Apelles, ja als der Meister gefeiert, der jenen berühmtesten Maler der Antike noch überträfe. Sein Ruf, den Italien als Alberto Durero, Frankreich als Albert Durer kennt, war nicht auf die Heimat beschränkt. Kein deutschsprachiger Maler war über Jahrhunderte so bekannt und dauerhaft gerühmt wie er.Es war nicht nur der Stolz Nürnberger Humanisten, der dem Maler die Krone verüeh. Seine Kunst wurde auch dort bewundert, wo jenes Neue entstand, das als Renaissance bezeichnet wird: in Italien. Auf seinen zwei Reisen, 1494-95 und 1505-06 lernte Dürer dieses Land und seine Kunst kennen. Er kam nicht nur als Nehmender und Lernender. Von den Malern dieses Landes wurde er als einer der ihren aufgenommen. Er stand in persönlichem und brieflichem Kontakt mit bedeutenden Meistern, mit Giovanni Bellini und Raffael.Vor allem seine Graphik wurde international nicht nur als Werk, sondern als Vorbild in einem solchen Maße aufgenommen, daß noch hundert Jahre nach seinem Tode ein italienischer Literat, der Bolognese Carlo Cesare Malvasia, schreiben konnte: All die großen Künstler, die uns voll eigener Gedanken scheinen, wären Bettler, wenn sie sich eines Tages gezwungen sähen, Dürer all das zurückzugeben, was sie ihm gestohlen haben.Die Centenarien seiner Geburt (1471) und seines Todes (1528) waren stets Anlaß des Gedächtnisses.Um 1600 kam es in der deutschen Kunst zu einer Dürer-Renaissance; um 1670 schrieb Joachim von Sandrart zum Ehrengedächtnis des Malers, zu Beginn des 19. Jahrhunderts entstanden die ersten Dürer-Monographien, die von einer jeden Generation neu geschrieben wurden; wir erinnern an Heller, Thausing, Flechsig, Panofsky.Dürers Selbstporträt aus dem Jahre 1500, die Vier Apostel von 1526, und die Apokalypse gehören ebenso zu den topoides musée imaginaire wie die Meisterstiche Melancholia I (Text-abb. 1) und Ritter, Tod und Teufel (Textabb. 2). Das Marienleben und Die Passion sind in Tausenden von Abdrucken, aber inMillionen von Reproduktionen vervielfältigt, und sie gaben so manchem Holzschnitt, der nach Dürer entstand, die Essenz. Dürers Vorbildqualität in der deutschen Kunst ist kaum auszumessen; die humanistische und gelehrte Tiefe in seinem Werk - man denke vor allem an die theoretischen Studien - hat die Wissenschaft oft beschäftigt.Dürers Kunst hat aber den Bannkreis elitärer Bildung längst schon überschritten. Viele seiner Blätter wurden noch von ihm an eine Käuferschicht veräußert, die sie als Medien für private Andacht wie als Zeugnisse von Kunst erwarben. Eine Reihe von Stichen und Radierungen gehört zum Schmuck des bürgerHchen Heimes, seitdem sie technisch reproduziert werden können. Die Randzeichnungen zum Gebetbuch Kaiser Maximilians (Textabb. 3, 4) wurden schon im Jahre 1808 von Nepomuk Strixner in der damals neuen Technik der Lithographie vervielfältigt und gehören zu deren Inkunabeln.Die Aufmerksamkeit wandte sich stets verschiedenen Seiten am Werk des Meisters zu. Der eine bewundert technische Exaktheit und bravouröses Ingenium des Zeichners; der andere versenkt sich in die theoretischen Dimensionen des schriftlichen Werkes. Dieser sieht die Persönlichkeit, die zwischen Renaissance und Reformation, zwischen Altgläubigkeit und Skepsis zu vermitteln versucht, und jener wendet sich dem technisch interessierten Meister zu, der den Holzschnitt und den Kupferstich der handwerkUchen wie der künstlerischen Vollendung zuführt und maßgeblich an der Entwicklung der Radierung beteiligt ist.LeistungWorin ist Dürers Ruhm begründet? Ist es die Qualität der einzelnen Werke, die den Betrachter so überzeugend für sich gewinnen konnte, daß sie unveräußerlicher Besitz wurden? Sind es formale, sentimentale, ideologische oder ikonologische Momente, die den Meister so berühmt machten; oder Hegen Gründe dafür in seiner Person, in seiner Vita?

Termékadatok

Cím: Albrecht Dürer [antikvár]
Szerző: Friedrich Piel
Kiadó: Bechtermünz Verlag
Kötés: Fűzött keménykötés
ISBN: 3860472240
Méret: 300 mm x 320 mm
Friedrich Piel művei
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