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Ron ButlerInspektor Ueki und das Geschenk des TöpfersEs war die Jahreszeit, zu der das Firmament höher und die Pferde dicker werden.Zu den goldenen Tagen der Erntezeit gehört, nach einem japanischen Sprichwort, das makellos blaue Himmelsgewölbe ebenso wie die Tatsache, daß Pferd und Mensch rundlicher werden, um von der segensreichen Fruchtbarkeit der Erde Zeugnis abzulegen.Als ich an diesem rundum vollkommenen Samstagabend in Polizeiinspektor Toshihiko Uekis Garten saß, fand ich das Leben ohne Mißtöne. Die Zwillinge, vor wenigen Monaten geboren, gediehen prächtig. Satt und rund, schliefen sie friedlich im Innern des Hauses. Als das letzte Licht der Dämmerung verblaßte und die Sterne auf purpur-schwarzem Hintergrund aufleuchteten, setzten Noriko und der Inspektor sich zu mir auf die lange, steinerne Bank an der Gartenmauer. Wir saßen in geselligem Schweigen beisammen, so gelöst in der Gegenwart der anderen, daß wir keine Worte brauchten. Noriko, meine Frau und Tochter des Inspektors, schien von Tag zu Tag hübscher zu werden, und ich wußte, daß Inspektor Ueki an unserem Glück großen Anteil nahm.Bald würde der Herbstmond aufgehen, der Anlaß für unseren Besuch im Hause des Inspektors und seiner Gattin Hanako war. Für mich barg dieser Anlaß etwas von einem Wunder, als sei ich in einem verzauberten Land, wo majestätische Berge in ihrem Nebelschleier ewige Wache über ein Volk hielten, das es noch nicht für altmodisch hielt, ja, das sogar noch daran glaubte, es sei eine geistige Notwendigkeit, den Mond zu betrachten.Heute war jugoya, die Nacht des vollen Mondes Mitte September, und überall auf dieser Inselwelt kamen Leute zusammen, um ihn gemeinsam anzuschauen. Junge Liebende würden sich bei den Händen halten, vielleicht sich gegenseitig und das Schmuckstück oben am Himmel anseufzen, und Dichter würden in ihrer Phantasie die kunstvollen Pinselstriche komponieren, die den Faden der Legenden und Verse aufnehmen und weiterspinnen, deren Ursprung in der fernen Vergangenheit Indiens und Chinas liegt.Woran denken Sie, Sam? fragte der Inspektor.Ich nahm einen kleinen Kieselstein vom Gartenweg auf und warf ihn in die Luft. Ich lachte, als das Geflatter ledriger Flügel bewies.