Bővebb ismertető
Heute erinnerte ich mich an meinen Hamster: mein Haustier, Sammy, ein Geschenk zu meinem zehnten Geburtstag. Mehr als zwanzig Jahre ist es her seit meinem zehnten Geburtstag, seit mein Hamster zu uns ins Haus gekommen ist - aber heute erinnerte ich mich an ihn, als gäbe es ihn noch. Ich erinnerte mich an sein lichtes Fell, seine rosa Nase, seine pechschwarzen Augen, die manchmal aus seinem Kopf zu fallen schienen wie Tintentropfen. Ich erinnerte mich an die Sonnenblumenkerne und Karottenstücke, mit denen wir ihn fütterten und die er gewöhnlich aus einem primitiven, zwecklosen Instinkt heraus in seine Backentaschen stopfte, um sie überall in seinem Käfig auf Haufen abzuladen, die nicht zum Fressen bestimmt waren. Ich erinnerte mich an seine geräuschlosen Pfoten, an den Stummel von einem Schwanz; daran, wie er nie quer durch das Zimmer rannte, wenn ich ihn zum freien Auslauf aus seinem Käfig nahm, sondern immer außen am Rand entlang, den Scheuerleisten nach, in kleinen, verstohlenen Sprüngen, zwischen denen er vor Furcht erstarrte, eine Pfote erhoben, den Kopf in der Schwebe. Und ich erinnerte mich an den Tag, an dem meine Eltern (die Sammys Kadaver schon in den Küchenofen geworfen hatten) zu mir sagten: »Es tut uns leid, aber wir müssen dir etwas sagen . . .«
Warum habe ich wohl an diese Dinge gedacht? Nur Angenehmes, heißt es, behält man im Gedächtnis und vergißt nur das, woran man sich nicht erinnern will. Vielleicht. Aber habe ich »erinnern« gesagt? Es war nicht so sehr eine Erinnerung als vielmehr ein plötzlicher Schmerz . . .
Sie müssen wissen, daß ich meinen Hamster quälte. Ich war grausam zu Sammy. Es ging nicht darum, daß ich mit ihm spielen oder ihn abrichten oder sein Verhalten studieren wollte. Ich quälte ihn. Nicht gleich von Anfang an. Ich liebte das winzige Etwas, das der Mann in der Tierhand-