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Prolog
Während unserer Zeit in England kam ich mit der Arbeit gut voran. Vier- bis fünfhundert Wörter jeden Nachmittag. Wir wohnten in einem kleinen Haus auf dem Land, etwa zwanzig Meilen südlich von London. Es war ruhig und beschaulich, und weil wir fremd waren, bekamen wir keinen Besuch. Obwohl meine Frau seit fünf Monaten mit Hepatitis im Bett lag, war sie erstaunlich munter und verbrachte die meiste Zeit mit Lesen. Es ging uns gut, die Arbeitsbedingungen waren ideal.
Doch ein- oder zweimal in der Woche fuhr ich in einem wilden, ungestümen Anfall von Frustration nach London, geblendet von einer rätselhaften Mischung aus Schuldgefühlen, Mißbehagen und Verlangen. Nicht hinter Frauen war ich her, sondern hinter etwas Unsichtbarem, etwas, das ich niemals fand. Ich betrank mich im Establishment Club und begleitete die Hauskapelle am Klavier (voller Ekstase, wenn es gutging, krank vor Scham und Enttäuschung, wenn nicht, dazwischen: nichts). All das gipfelte schließlich in - war eigentlich nichts weiter als ein ritualisiertes Vorspiel zu - der Heimfahrt um drei Uhr morgens in meinem Jaguar. Nur auf die Heimfahrt kam es an.
Mit fünfzig bis sechzig Meilen pro Stunde durch die leeren Straßen im Londoner Süden. Ohne Licht. Ich knallte die Gänge rein, gab in jeder Kurve Gas und brachte den starken Motor auf Touren. Mein Hirn war endlich leer und weiß, ausgehöhlt von der Gefahr und dem Tosen des Windes, und so sauste ich aufs Land hinaus. Nun gingen die Scheinwerfer an, und die Geschwindigkeit stieg erst auf neunzig, dann auf hundert. Einmal sogar auf hundertfünfzehn, auf der schmalen, mondhellen englischen Straße. In den wenigen Dörfern am Weg tat ich alles, um die Geschwin-
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