Bővebb ismertető
Regiswiiid stand vor einer Buchhandlung und starrte auf die Auslage. Aber sie sah nidits: sie war tief in Gedanken. Sie hatte einen Entschluß gefaßt und war dabei, ihn vor sich selbst und den anderen zu rechtfertigen.Unter dem vorgezogenen Sonnendach, das den Bürgersteig beschattete, brütete die Nachmittagshitze. Regiswind stand leidit vornübergeneigt wie immer, wenn sie müde war. In der Schaufensterscheibe spiegelte sich ihr Bild: ein hodiaufgeschossenes, dünnes Mädchen von siebzehn Jahren, mit langen Beinen, schmalen Schultern und trotzigem Mund. Das Gesicht sah blaß aus, die Sonne dieses Sommers, der nun zu Ende ging, hatte es kaum zu bräunen vermo,cht; sie hatte nur die blonden, strähnigen Haare, die bis fast auf die Sihultern niederhingen, nodi etwas heller werden lassen.Regiswind strich sich mit der freien Hand eine der ewig störenden Haarsträhnen aus der Stirn. Die andere Hand hielt die alte abgeschabte Schulmappe mit den Korrespondenzbüchern, dem Stenoblock und dem Manuskript eines angefangenen Romans, an dem Regiswind heute aber kein Wort geschrieben hatte. Wie sie hier stand und die Mappe leicht hin- und hersdiwenkte, redete sie in Gedanken mit ihrem Vater. Eigentlich dürftest du mich am besten verstehen", sagte sie zu ihm, du hast mir selbst einmal erzählt, daß du als Junge geradezu nach Freiheit gedürstet hättest." Nach Freiheit dürsten klang ja reidilich pathetisch. Regiswind haßte große Worte. Je mehr Aufwand, desto weniger steckte meistens dahinter. Und Vater fühlte sich jetzt unter Mums Fitti-dien zweifellos recht wohl im Schöße der wiedererstandenen Familie", wie er es nannte, also mochte es auch damals mit dem Dürsten nach Freiheit" nidit so weit hergewesen sein. In Wahrheit würde er sie wohl kaum verstehen audi er nicht, von