Bővebb ismertető
Einführung
Die große Formenvielfalt der Alpenpflanzen läßt sich als Anpassung an die besonderen Lebensbedingungen in den Alpen erklären. Mit zunehmender Höhe ändert sich das Klima und damit auch die Vegetation. Dieses Büchlein stellt eine Auswahl von Alpenpflanzen mit ihren spezifischen Anpassungen an die verschiedenen Lebensbedingungen vor. Oberhalb der Bergwaldstufe (500-1500 m) und der Krummholzzone (1500-2500 m) folgen die Zwergstrauchheiden und alpinen Rasen (2400-3400 m) - die eigentlichen Lebensräume der Alpenpflanzen. Noch höher schließen sich die Polsterpflanzenzone und der ewige Schnee an, in den neben sehr wenigen Blütenpflanzen (z.B. Gletscher-Hahnenfuß) nur noch Moose, Flechten und Algen vordringen. Lichtintensität, Wind, Kälte (-1°C pro 250m) und Niederschläge nehmen mit zunehmender Höhe zu. Durch Zwerg- und Polsterwuchs können die Pflanzen die schützende Schneedecke und Bodenwärme als Frostschutz nutzen, windstille Räume im Polsterinnern schaffen und so die Verdunstung herabsetzen. Auch Behaarung, Wachsüberzüge, die Ausbildung ledriger, umgerollter oder nadelartiger Blätter wirken der Verdunstung entgegen. Fleischige Blätter dienen als Wasserreservoir, wie auch die oft dicken, tiefgehenden Wurzeln, die noch in großen Tiefen Wasser erreichen und die Pflanze fest im Boden verankern können. Da die Vegetationszeit sehr kurz ist, werden Blüten häufig bereits im Herbst angelegt. Sind die Lebensbedingungen auch recht widrig, so gehen doch die meisten Gefährdungen vom Menschen aus. Nicht nur Pflücken oder Ausgraben - auch geschützter Arten sondern v.a die grenzenlose Erschließung stillster Täler oder höchster Gletscher für den Massentourismus und die immer intensivere Landwirtschaft (Planierung, Aussäen standortfremder Gräser, großflächiges Ausbringen von Dünger) stellen eine akute Lebensbedrohung für viele Arten dar. Hier muß schnellstens ein Umdenken einsetzen, damit die einzigartige Alpenflora der Nachwelt erhalten bleibt!