Bővebb ismertető
Die künstlerische Darstellung der zeitweise besonders beliebten einfachen oder kühn geformten Holzskulpturen blickt auf eine groŰe Vergangenheit und ehrwürdige Tradition. Und doch nehmen sie nicht den ersten Platz in der plastischen Kunst ein. Chronologisch ging dem Holz der Knochen voran und der Vorrang gebührt unbedingt dem Marmor und der Bronzé. Das Holz befriedigte weder die Ansprüche der erhabenen Geister noch die glühenden, der Kunst eine neue Richtung gebenden Schöpfer oder den Geschmack der verwöhnten Genieűer. Die grófién Meister wünschten ihr Talent an einem widerstandsfáhigeren, hárteren Material zu erproben oder ihre Gedanken in einem der Vergánglichkeit besser trotzenden Metall zu verewigen. Vielen war das schlichte Holz zu unansehnlich, obwohl es spáter mit einer práchtigen Goldschieht überzogen wurde. Die Holzbildhauerei hatte ihre Gönner und Besteller in den breiten Gesellschaftsschichten, die Gestalter waren in Zünften organisierte Handwerker. Die erste klassische Blüte erlebte diese Kunst in Ungarn zur Zeit der Gotik, in einer Periode, in der neben den königlichen und erzpriesterlichen Höfen sowie dem Adelsstand das erstarkende, sich bereichernde, gewerbe- und handeltreibende Bürgertum auch im Mázenatentum als ein immer bedeutenderer Faktor auftrat. Dank dem wachsenden Reichtum und oftmals als Zeugnis dessen schmückten die prunkenden Geschenke einzelner oder die im Rahmen religiöser Vereinigungen gesammelten Spenden der weniger Wohlhabenden die Kirchen im selbstbewuűten Ehrgeiz. So ist es natürlich, daB auch in Ungarn die gotische Bildhauerei im Bereich der Handels- und Gewerbestádte, die ihr Dasein nicht der Residenz eines Erzpriesters, Königs oder Gutsherren verdankten, sondern aus eigener Kraft emporstrebten, zur vollsten Entwicklung kam. Die Machtorgane unterstützten sie