Bővebb ismertető
Dieses Buch verdankt seine Entstehung dem 70jährigen Jubiläum des Münchener A11 e r f u m s v e r e 1 n s, der am 28. Dezember 1864 von Freiherrn von Aretin, J. C. Develey, Rat Dr. Karl Förster, J. von Hirsch, Karl Graf von Leyden, Architekt Max Kuppelmaier, Professor Dr. Kuhn, Kämmerer Dr. Karl Ritter Mayer von Mayerfels, J. Reichart, Freiherr von Rettberg, Akademieprofessor Otto Seitz, Freiherrn von Rauttner, Dr. von Wenzel, Dr. Karl Wolf und Hauptmann Würdinger gegründet worden ist.
Es ist eine alte und schöne Sitte, das Andenken an die Gedenktage eines kulturellen Vereins durch eine Festschrift den kommenden Zeiten zu überliefern. Der Münchener Altertumsverein hat an dieser Gepflogenheit seit langem festgehalten. So reiht sich an die umfangreicheren Veröffentlichungen, die Franz Wolter 1914 zum 50jährigen und 1924 zum 60 jährigen Jubiläum herausgeben konnte dieser schmale Band, dessen Beiträge von Mitgliedern des Vereins bestritten wurden.
Seit seinem Bestehen hat der Münchener Altertumsverein mit Eifer und Zähigkeit der Aufgabe gedient, das Interesse und Verständnis für Kulturgeschichte namentlich in den Zweigen der Altertumskunde zu fördern, die auf der Kenntnis der Erzeugnisse der deutschen Kunst und des Kunsthandwerks beruhen. Und stets eingedenk der besonderen kulturellen Mission seiner Gründungsstadt München, fanden die Erforschung und Pflege der Kunstschätze unserer engeren Heimat, des altbayerischen Stammeslandes, in unseren Reihen stets liebevolle und tatkräftige Mithilfe. Es ist nicht allzu viel, was der Einzelne zur restlosen Durchführung einer so vielfältigen Aufgabe tun kann. Wo aber viele zusammenhelfen, in gemeinsamer Arbeit einem gemeinsamen, der Allgemeinheit dienenden, erhabenen Ziel nach besten Kräften zu nützen, da werden viele wertvolle Bausteine zutage gefördert, die sich sehr wohl dem unendlich verzweigten kulturellen Bild, das unsere Vergangenheit darbietet, in logischer Folge einordnen lassen.
Neben dieser wesentlichsten Aufgabe des Vereins ist eine zweite, nicht minder wichtige Bemühung seit den Jahren seiner Gründung geübt worden: nach Kräften für die Erhaltung von Kunstdenkmälern früherer Zeiten einzustehen. Oft und oft hat der Altertumsverein im Laufe der Jahrzehnte seines Bestehens zu wichtigen kulturellen und künstlerischen Angelegenheiten Stellung genommen und in der Öffentlichkeit seine Stimme erhoben. Manches wertvolle Denkmal vergangener Zeiten konnte unter seiner Mitwirkung erhalten werden. Mit aufrichtigem Dank mufj hier der Förderung gedacht werden, die diese Bemühungen bei unseren Schirmherren fanden: im Jahre 1865 übernahm der junge König Ludwig II. die Schirmherrschaft über den Verein; 1886 folgte ihm der kunstsinnige Prinzregent Luitpold und seit dem Jahre 1913 ist Kronprinz Rupprecht