Bővebb ismertető
An einer galerie von der bedeutung und vom rang der altén pinakothek habén Jahrhunderte gebaut. Es bedurfte dazu kenntnisreicher und leidenschaftlicher Samm-lerpersönlichkeiten, wie sie das Haus Wittelsbach immer wieder und in allén seinen Zweigen hervorgebracht hat. Grofie Mittel waren erforderlich, die oft ausgegeben wurden, trotz schwieriger wirtschaftlicher Verhaltnisse, um den Zufall günsíiger Gelegenheiten auszunützen oder begehrte und lang umworbene Gemálde schliefilich doch noch zu erwerben. Nicht zuletzt ist es einem gnádigen Geschick zu danken, dafii diese einzigartige Sammlung, zwar nicht vollstándig, so doch im grófién und ganzen vor den Fahrnissen der Zeiten, den Wirren und Zerstörungen der Kriege und vor dem Unverstand der Menschen im Frieden bewahrt und gerettet wurde, wenn auch Hauptwerke wie der Heller-Altar von Dürer verbrannten (1729) und andere als Beute verschleppt worden sind (1632 im Dreifiigjahrigen Krieg nach Schweden, 1706 im spanischen Erbfolgekrieg als Geschenk des über Bayern siegreichen deutschen Kai-sers an den englischen Feldherrn Marlborough, 1800 wahrend der französischen Be-setzung im zweiten Koalitionskrieg gegen Napoleon nach Paris). Manches Wert-volle ist leider auch aus Unkenntnis verkauft worden (1852). Einmalige Möglich-keiten für den weiteren Ausbau der Sammlungen auch dies mufi erwahnt wer-den sind aus falscher Sparsamkeit und kleinlicher Dberlegung, vor allém in der zweiten Halfte des 19. Jahrhunderts, übersehen und verpafit worden.Die ersten Anfange gehen zurück auf Herzog Wilhelm IV. (regierte 1508-1550), in dem sich der Auftraggeber mit dem Sammler vereinte. Aus gelehrter und belehren-der humanistischer Absicht bestellte er von 1528 an bis 1540 bei den berühmtesten Künstlern seines Herzogtums und der umliegenden Reichsstadte Dürer war leider gerade gestorben - eine Folge von Historien für seine Residenz in der Münchner Neuveste. Sechzehn dieser Gemalde habén sich erhalten, vor allém die 1529 ent-standene Alexanderschlacht" von Albrecht Altdorfer, ein Auftrag, den der Meister so hoch schátzte und so ernst nahm, dal? er dieserhalb die ehrenvolle Wahl zum Bür-germeister von Regensburg glaubte ablehnen zu müssen. Auf diesen Grundsteinen ist das stolze Gebáude der Wittelsbacher Sammlungen, dem Geschmack und den Auffassungen der Zeiten folgend, mit immer erneut sich wandelnden Planungen bis zum heutigen Tag errichtet und erweitert worden.Bis zum Ende des 16. Jahrhunderts war dieser Bestand stattlich herangewachsen. In einem ausführlichen Inventar der Herzoglichen Kunstkammer" von 1598 sind zu-sammen mit zahlreichen kunstgewerblichen Objekten und seltzamer vnd verwun-derlicher ding" nicht weniger als 778 Gemalde verzeichnet, aber so ungenau be-schrieben, dafi sich heute nur noch wenige mit Sicherheit identifizieren lassen. Aus der Anordnung dieses Verzeichnisses nach einzelnen Raumen in der Residenz ergibt sich, dafi die Bilder, wie dies der damaligen Vorstellung entsprach, über zahlreiche Gemácher verstreut und nicht zu einer eigentlichen Galerie zusammengefafit waren. Dieses Inventar war für die übernahme des Besitzes durch Herzog Maximilian, den spáteren ersten Kurfürsten von Bayern (regierte 1597-1651) aufgestellt worden, den man mit Recht zu den grófién europáischen Sammlern der Neuzeit záhlt. SeinerVer-ehrung Dürers verdankt München so wesentliche Werke des Meisters wie den Paum-gartner Altar, besonders aber die Vier Apostel", für deren Uberlassung von der Stadt Nürnberg sich seine Unterhandler recht nachdrücklicher" Methoden bedien-ten. Es charakterisiert die Einstellung Maximilians, dafi er den Versuch unter-nahm, für seine Sammlung auch den Isenheimer Altar zu erhalten, der damals Dürer zugesprochen wurde. Sein aufierordentliches Interesse aber war nicht nur der Vergangenheit zugewandt, sondern mit der gleichen Intensitat auch der Gegenwart. Rubens erwahnt in einem Brief von 1617, dafi er dem Herzog die Grofie Löwen-