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Alte slowakische Kunst in den Sammlungen der Slowakischen Nationalgalerie
Die systematische Entwicklung des Sammlungswesens in der Slowakei ist untrennbar verbunden mit der Gründung der Slowakischen Nationalgalerie in Bratislava [Preßburg] im Jahre 1948 als erster Institution dieser Art in der Slowakei. Vor diesem Zeitpunkt, im 18. und 19. Jahrhundert, hatte es in der Slowakei vorwiegend Formen privaten Sammeins gegeben, vor allem Sammlungen Adliger und seit dem Ende des 19. Jahrhunderts auch Kunstsammlungen von Industrieunternehmern. Zu den bedeutendsten Sammlungsfonds, die auf slowakischem Gebiet entstanden sind, gehört die Graphiksammlung des Statthalters Albert von Sachsen-Teschen, der auf der Burg von Bratislava ansässig war. Diese repräsentative Sammlung, bekannt als „Albertina", begann sich in den Jahren 1768—69 nach der Übersiedlung Alberts nach Bratislava zu bilden. Im Jahre 1794 wurde sie nach Wien überführt. Das öffentliche Sammeln bildender Kunst fand etwa seit der Mitte des 19. Jahrhunderts Unterstützung in den von den Städten, Bezirken und Vereinen getragenen Museen, die damals gerade entstanden. (Ihre systematische Entwicklung setzte vor allem in den sechziger Jahren ein.) Ein Interesse für die bildende Kunst fand sieh vor allem bei den Museen, deren Leiter Künstler oder Kunsthistoriker waren (Kosice [Kaschau], Banská Bystrica [Neusohl], Bardejov [Bartfeld]).
Neuzeitliehen Versuchen der Institutionalisierung einer zentralen Kunstsammlung begegnen wir in der Slowakei erst ab den dreißiger Jahren. 1933 entstand im neu errichteten Slowakischen Nationalmuseum in Martin eine kleinere Kunstsammlung, die „Slowakische Nationalgalerie" (Národná galéria slovenská), als selbständiger Teil innerhalb der Museumsausstellung. In ihr wurde ein kurzer Überblick über die slowakische Kunst seit der Zeit des nationalen Wiedererwachens geboten bis zu einer Skizzierung moderner Tendenzen der zwanziger und der beginnenden dreißiger Jahre. Kata-
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