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ICH FLIEHE
Der Fernsprecher ist eine denkwürdige Erfindung und für den, der einen besitzt, eine schöne, eine fortschrittliche, oft auch eine bequeme Einrichtung. Sie nimmt einem .manchen Gang ab; man kann auch mit lieben Leuten sprechen, ohne sie aufsuchen zu müssen. Und es ist immer wieder erstaunlich: mit fast der ganzen Welt ist man durch ihn verbunden.
Zuweilen freilich wird dos lästig, besonders wenn man ihn SO recht griffbereit auf dem Schreibtisch aufbaut. Der Fern-sprechanschlufi entwickelt dann die störende Eigenschaft, gerade in dem Augenblick seine maschinenmäßig schrille Stimme zu erheben, wenn man sehr gern auf die Verbindung mit der übrigen Welt verzichtete. Die Nachrichten, die einem entgegentönen, sind auch nicht immer die besten.
In neuerer Zeit hat sich ein gewisses stummes Feindschaftsverhältnis zwischen ihm und mir ausgebildet. Er brachte immer nur solche beunruhigenden Mitteilungen: „Wir warten nun schon seit gestern auf Ihr Manuskript für . . ." oder „Wie steht es nun eigentlich mit dem Entwurf zu . . . ?"
Wenn Leute etwas Gutes mitteilen wollen, dann schreiben sie einen ganz langsamen Brief. Wenn nun eine Fernanmeldung kommt, dann ist es schon ganz faul.
Damals war das nun so: Ich möchte doch einmal Lehmann & Co. besuchen, weil man so Grundlegendes zu besprechen hätte, was sich brieflich schwer machen ließe. — Als ich den