Bővebb ismertető
Zu dieser Ausgabe
Vorliegender Band erinnert an den Leipziger Kulturhistoriker Karl Lamprecht. Er ist in erster Linie als Hinführung zu seinem Wirken gedacht und soll die anregenden Aspekte seiner Kulturgeschichtskonzeption einem breiteren Leserkreis wieder zugänglich machen. Eine so vielschichtige Persönlichkeit, deren Publikationsliste zudem so zahlreiche Bücher und Artikel aufweist, kann auf beschränktem Raum natürlich nur in einigen Gesichtspunkten dokumentarisch widergespiegelt werden. Es ist beabsichtigt, in erster Linie die theoretisch-methodologischen Aspekte seiner Kulturgeschichte deutlich werden zu lassen, die eine wichtige Alternative zu der damals die Universitätswissenschaft beherrschenden Ranke-Tradition der Geschichtsschreibung darstellten. Aus diesem Grunde liegt der Schwerpunkt auch auf der ersten großen Schaffensperiode Lamprechts bis etwa 1895/96, in der dieser eine wirtschafts- und sozialgeschichtlich orientierte Kulturgeschichte ansteuerte und in der ersten Phase des „Methodenstreits" der Historiker manche berechtigte Kritik an der einseitigen politischen und Personengeschichte sowie an dem idealistischen Historismus der akademischen Zunft der Universitätshistoriker anbrachte. Es sind auch einige Rezensionen und kürzere Artikel aufgenommen, die Lamprechts Ansichten besonders prägnant zum Ausdruck bringen. Die späteren, ins Irrationalistische übergreifenden psychogenetischen Schemata seiner Kulturzeitalter, die schon damals von zweifelhaftem wissenschaftlichen Wert waren, sollen dagegen nur anhand einiger ausgewählter Beispiele illustriert werden. Dieser Lamprecht ist nur noch von sekundärem Interesse - ausgenommen seine Aktivitäten für die Universalgeschichtsschreibung, die hier ebenfalls belegt werden. Des weiteren sollen durch einige kürzere Publikationen Lamprechts Leistungen als Wissenschaftsorganisator widergespiegelt werden. Dazu gehören auch einige unveröffentlichte Manuskripte, die insbesondere über die Arbeit des Instituts für Kultur- und Universalgeschichte informieren.
Einige Stücke konnten freilich nur gekürzt aufgenommen
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