Bővebb ismertető
Alles ist wunderbar gemalt mit einer Kunst, die ich eher göttlich als menschlich nennen würde. Die Gesichter der Menschen, die er als Lebende darstellen wollte, sind als lebten und atmeten sie; und genauso sind die Toten tot... Gold ist wie echtes Gold, Perlen, Edelsteine und alles ist, als hátte es nicht die Kunst der menschlichen Hand, sondern die allvermögende Natúr selbst geschaffen ... (Ciriaco d' Ancona) Wir unterliegen dieser Art von Suggestion in ganz besonderem MaBe vor Meisterwerken wie denen des Jan van Eyck. Hier, meinen wir, ist es dem Künstler gelungen, jeden Faden des reichen Brokats, jedes Haar am Haupt der Engel und jede feinste Maserung des Holzes einzeln wiederzugeben. (E. H. Gombrich) Das erste Zitát betrifft Rogier van der Weyden, das zweite Jan van Eyck. Jenes schrieb ein humanistischer Schriftsteller des x 5. Jahrhunderts, dieses ein Autor unserer Tage; doch beide bewundern das gleiche und heben dasselbe bei beiden Malern hervor. Und dieses Lob trifft mehr oder weniger auch für die anderen in diesem Buch behandelten Meister zu. Abgesehen von der jeweiligen Ausprágung ihrer Persönlichkeit, stimmen sie alle in der Fáhigkeit überein, auf ihren Bildern die Wirklichkeit bewundernswert darzustellen. Freilich lag ihre Meisterschaft nicht alléin in der treuen Wiedergabe der Wirklichkeit. Sieht man genauer hin und dringt über die bloBe Freude hinaus tiefer in ihre Bilder ein, fallen die Pracht der Vergegenwártigung, die bald satte, bald fast schon transparente Schönheit der Farben, die unübertreíflich feine Modellierung und die ruhige Geschlossenheit der Komposition auf. Diese Eindrücke dürften etwa die ersten und bleibenden jedes Betrachters der altén niederlándischen Bilder sein: Wir bewundern sie selbstvergessen und können es kaum begreifen, wie es möglich war, auf verháltnismáBig kleinen Fláchen so viel von jener Vielfalt zusammenzubringen, die