Bővebb ismertető
Vorwort
Für die zweite Auflage wurde der Titel leicht korrigiert; in seiner vorliegenden Fassung entspricht er besser Inhalt und Intention des Buches. Es möchte nicht die »israelitische Religionsgeschichte« insgesamt mit allen Formen der Volksfrömmigkeit, sondern vor allem Eigenart und Geschichte des alttestamentlichen Gottesverständnisses darstellen. Dabei sollte etwas von der Bewegung dieses Glaubens deutlich werden, der jeweils über seine eigenen Grenzen hinauswächst. In der Neuauflage sind, von einzelnen Ergänzungen abgesehen, vor allem Abschnitte hinzugekommen, die die Heiligtumslegenden, die Feste, die Opfer, den Zion, den Begriff »Bund« und die Todeserwartung behandeln. Gewisse Phänomene, wie die Weisheit oder das Recht, fehlen leider weiterhin; dagegen gehört die Verkündigung der einzelnen Schriftpropheten kaum zu den Themen einer solchen Darstellung. - Auf Wunsch wurden die Literaturhinweise vermehrt. Dabei wurden möglichst die jeweiligen Standardwerke, Literaturreferate und die neuesten Publikationen angeführt; die Beifügung »Lit.« möchte die Auffindung weiterer einschlägiger Untersuchungen erleichtern. Wer wird nicht trotzdem bei der heute kaum mehr übersehbaren Fülle der Sekundärliteratur ihm Wesentliches vermissen!
Der Gegenstand erlaubt oft keine eindeutigen und unumstößlichen Urteile, die nicht durch weitergehende Forschungen berichtigt und überholt werden könnten. So wird im ganzen Buch, vornehmlich im ersten Hauptteil über Israels »Vorzeit«, notgedrungen mit Vermutungen gearbeitet. Obwohl die Ausgabe eine gewisse Kürze erfordert, habe ich mich bemüht, Gründe für die vorgetragenen Erwägungen oder Entscheidungen zu nennen, so daß sich der Leser selbst ein Bild von der Tragfähigkeit der Argumentation zu machen vermag. Bei allem hofft dieses »Studienbuch« - über den zunächst angesprochenen Studenten hinaus - für einen Leser, der an der Fragestellung interessiert ist, auch ohne Vorkenntnisse verständlich zu sein. Dem wollen insbesondere die knappen Geschichtsüberblicke zu Beginn der Hauptabschnitte dienen. Auf die grundlegenden Werke von M. Noth (Geschichte Israels, 71969) und G. v. Rad (Theologie des Alten Testaments I, 61969; II, s1968) möchte ich vorweg ein für allemal verweisen, auch wenn so nicht immer deutlich wird, wieviel ich diesen Darstellungen im einzelnen verdanke.