Bővebb ismertető
m
Vorwort des Autors
Elbufer. Ich sitze hier. Ich atme hier, ich lebe hier. Ich liebe hier. Ich komme immer wieder hierher spazieren. Nicht allein. Mit ihr. Hier waren unsere Kinder auf die Welt gekommen, hier wuchsen sie auf. Und sie lieben auch den Elbhang, das Ufer, den FIuss. Hier sahen sie auf der Oberfläche des Wassers die Spiegelung der Sonne, des Mondes und der Sterne. Vielleicht versuchten sie eben hier das erste Mai in ihrem noch kurzen Leben die unermessliche Größe des Weltalls zu begreifen. Hier lernten sie Ebbe und Flut kennen. Sie winkten mit ehrlicher Kinderfreude den Schiffen zu, die von den Ozeanen aus aller Welt kamen oder dorthin zurückkehrten.
Sie sind Hamburger. Meine Frau und ich sind Zugezogene. Aber wir schlugen starke Wurzeln in diesen sandigen Boden. Wir sind hier heimisch. Nach so vielen Jahren fließt sicherlich Elbwasser in unseren Adern mit. Es ist ein gutes Gefühl dies zu spüren.
Und die Stadt ist auch unsere Stadt, die Hansestadt Hamburg. Mit der Alster und mit der Lombardbrücke darüber. Mit der St. Katherinen oder mit der Michaelis. Und mit dem Tag und Nacht pochenden, nie „schlafenden" Hafen. Mit den majestätischen Schiffen Rickmer Rickmers und Cap San Diego. Mit der historischen Speicherstadt aus rotem Backstein. Und dem Grasbrook, wo der berühmte Seeräuber Klaus Störtebeker 1401 geköpft wurde. Mit der berüchtigten, aber weltweit bekannten Reeperbahn, wo einst der Blonde Hans, Hans Albers, in den verrauchten Kneipen die Nächte verbrachte und mit den von Alkohol müden Matrosen über Meere, Schiffe und Hafenmädchen sang, wo noch vor kurzem die üppig proportionierte Edelhure Dominica Freiem den Kopf verdrehte. Und mit den Seemannschören, die an den Hafengeburtstagen das romantische, aber schwere und gefahrvolle Seemannsleben besingen.
Hier leben wir, wo Kaufleute und Mäzenen sich verewigten. Hier, wo irgendwo auf den schmalen Straßen des einst stinkenden Gängeviertels der junge und zu früh gestorbene Wolfgang Borchert
5