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Vorwort der Herausgeber
Unser Vater begann seine Erinnerungen im Jahr 1954 in Rom aufzuzeichnen. Von da an stand er in einem intensiven Briefwechsel mit seinen beiden Schwestern, Fürstin Marina Galitsine und Fürstin Nadeschda Orlowa (Nadja).
Zusammen mit ihnen gelang es ihm, die scheinbar längst versunkenen Bilder von ihrem Leben in Rußland wiederzubeleben. Die fünf Jahre ältere Marina wußte besonders über die Ereignisse Bescheid, die mit den Eltern zu tun hatten, während er sich mit Nadeschda, die zwei Jahre jünger war, fast vergessene Erlebnisse ihrer gemeinsamen Kindheit in Erinnerung rufen konnte.
Andere Verwandte, wie Prinz Gawriil Konstantinowitsch, Nikita und Dimitri Alexandrowitsch sowie Prinzessin Jelena Wladimi-rowna (verheiratet mit Nikolaos von Griechenland), konnten Details über das Leben und die Bräuche am kaiserlichen Hof in Rußland berichten. Während Vater von den Ereignissen in seiner Kindheit und Jugend erzählte, war er sich dessen bewußt, daß er sich weniger als Zeuge der Begebenheiten äußerte, denn als Vermittler von Bemerkungen und Erinnerungen, die er von seinen Eltern und seinem berühmten Onkel, dem Oberbefehlshaber Großfürst Nikolai Nikolajewitsch, gehört hatte. Dessen persönliches Archiv - oder was davon noch existierte - sowie andere Dokumente waren für Vater außerordentlich hilfreich: Briefe und Telegramme an und von der Provisorischen Regierung, Protokolle der Befehle an die verschiedenen militärischen Einheiten, ein Entwurf von Nikolai Nikolaje-witschs Erinnerungen, die nie abgeschlossen wurden, samt unzähliger Seiten mit Notizen und Zettel mit allerlei Kommentaren.
Vater hatte zunächst die Absicht, seine Erinnerungen in zwei Bücher aufzuteilen, das erste über sein Leben in Rußland und das zweite über sein Leben im Exil. Leider kam das zweite Buch nie zustande.