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Zum Thema
Gott ist einer in drei Personen« - muß man das glauben, soll man das glauben, kann man das überhaupt glauben? Vor allem aber: Was soll's? Was kann man mit einem solch un-verstehbaren Gottesbild, was kann man mit dem sog. »trinita-rischen« Glauben anfangen? Ist nicht Goethe Recht zu geben, der im Rückblick auf seine religiöse Erziehung im Gespräch mit Eckermann (1824) einmal bemerkt hat:
»Ich glaubte an Gott und die Natur und an den Sieg des Edlen über das Schlechte; aber das war den frommen Seelen nicht genug, ich sollte auch glauben, daß drei eins sei und eins drei; das aber widerstrebte dem Wahrheitsgefühl meiner Seele; auch sah ich nicht ein, daß mir damit auch im mindesten wäre geholfen gewesen«.
Auch wenn diese Worte des Dichters nicht mehr heutigem Denk-und Sprachempfinden entsprechen, ist das Gemeinte doch bei vielen unserer Zeitgenossen gegenwärtig, wenn sie etwa denken oder sagen: Ich glaube an Gott, freue mich der Welt und hoffe, daß einmal alles gut ausgehen wird. Was soll da noch dieser widersinnige und unnütze Glaube an einen drei-einen Gott?
In der Tat stecken in der Bemerkung Goethes zwei bis heute vorgebrachte Kritikpunkte am christlichen Trinitätsglauben. Erstens: er ist widersprüchlich und unverstehbar, ein unlogisches Gedankengespinst. Zweitens: dieser Glaube ist irrelevant, lebensfern und folgenlos. Was ändert sich schon für mein praktisches