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Die Nachmittagssonne stand schon dicht über den Wipfeln der Bäume. In ihren Strahlen glühten die Fenster im Korb des Donauturms auf, der als neues Wahrzeichen Wiens das Gelände der Gartenbauausstellung überragte. Über die Wasserfläche strich eine frische Brise, und kleine, flinke Wellen schlugen plätschernd gegen die Bordwand. Das Arbeiterstrandbad und das Freibad Alte Donau lagen verlassen, auch die verschiedenen Wasserfahrzeuge waren verschwunden, nur drüben an der Stelle, wo Floridsdorf an die Donaustadt grenzt, zeigte sich noch das weiße Dreieck eines Segelboots.
Das Mädchen in dem alten Ruderkahn zog die Strickjacke fester um sich und lehnte sich auf dem Sitz zurück.
„Du frierst, Karin", sagte der junge Mann, der ihr gegenübersaß. „Ich gebe dir meine Jacke."
Karin Friedemann schüttelte den Kopf.
„Es wird sowieso Zeit, Peter", sagte sie. „Ich muß nach Hause. Heute abend kommt Besuch. Da brauchen sie mich."
Sie schloß die Augen. Peter Lanzendorf trieb mit kurzen Schlägen das Boot unter das überhängende Geäst einer alten Weide und erhob sich vorsichtig. Das Mädchen hatte die Augen noch immer geschlossen und rührte sich nicht. Im Zwielicht unter den Zweigen leuchtete ihr blondes Haar
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