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VORWORT
E
ine doppelte Aufgabe war hier wie immer dem Biographen gestellt. Es galt zunächst die Werke und ihre Bedeutung in der Entwicklung des Künstlers selbst festzustellen. Bei der bisher sehr unsicheren und oft falschen Datierung ist es mir erst im Laufe der Arbeit gelungen, klare Ordnung in das Ganze zu bringen. Da der Druck der Tafeln vorher erfolgte, konnten manche Aenderungen nicht mehr vorgenommen werden. Man wolle sich darum in solchen kritischen Fragen immer an den Text und den Anhang halten. Bei der Ausschaltung der unechten Bilder ist äußerst streng vorgegangen. Bilder, die sich nicht in die Entwicklungsreihe einfügen lassen, sind schon aus einfacher Logik als nicht zugehörig angesehen.
Die andre Arbeit war, die Bedeutung des Künstlers und seines Gesamtwerkes in der großen Entwicklungsgeschichte der Kunst überhaupt zu fixieren. Im Schaffen seines scharfblickenden Geistes, in seiner klaren Bildvorstellung kämpfte noch plastische Formbildung mit malerischer Raumgestaltung. Wandbüd und Tafelbild, er hat die Verschiedenartigkeit ihrer Probleme erkannt und eingesehen, daß hier das Verhältnis der Dinge unter sich in einem eignen, vollständig von uns abgeschlossenen Bildraum, daß dort das Verhältnis der Dinge zum Beschauer, zum Menschen, in einem mit dem wirklichen Raum verbundenen Bildraum gegeben werden soll. Er hat sich dank dem Streben der Zeit und den vielen großen Aufträgen letzterer Auffassung, der strengen Figurenmalerei, zugewandt. Aber gerade die lebendigen Ansätze des frischen Realisten zu einer der modernen malerischen Tafelmalerei verwandten Weise machen ihn uns interessant.