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Angélique fand keinen Schlaf, der Gedanke an die frohen Aussichten ließ sie nicht los, und sie kam sich vor wie ein kleines Mädchen am Abend vor dem Weihnachtstag. Zum zweitenmal richtete sie sich auf und schlug Feuer, um die Kerze anzuzünden und die beiden neben ihrem Bett auf Sesseln ausgebreiteten Kleider zu betrachten, die sie morgen für die Jagd des Königs und den darauffolgenden Ball anziehen wollte. Sie war recht zufrieden mit ihrem Jagdkostüm. Sie hatte den Schneider angewiesen, der Jacke aus perlgrauem Samt einen männlichen Schnitt zu geben, der reizvoll mit ihren zarten Formen kontrastieren würde. Den breitrandigen weißen Filzhut zierten lange, sdineeige Straußenfedern. Am besten jedoch gefiel Angélique die Fialsbinde, eine neue modische Errungenschaft, durch die sie Aufsehen zu erregen und die Neugier der Damen des Fiofs zu reizen hoffte. Es war eine große Schleife aus gestärktem, zierlich mit winzigen Perlen besticktem Leinen, das mehrmals um den Flals geschlungen und dann schmetterlingsartig verknüpft wurde. Gestern erst war sie auf diesen Gedanken gekommen. Lange hatte sie vor ihrem Spiegel gezögert, mindestens zehn der schönsten Binden ausprobiert, die der Krämer der »Goldenen Truhe« ihr geschickt hatte, und war sdiließlich darauf verfallen, das Band »auf Reiterart« zu knüpfen, jedoch breiter als das der Männer. Sie fand, der steife Kragen der Reitjacke passe schledit zum Gesicht der Frau. Erst dieser wolkige weiße Tupfen unter