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Das Schiff verfolgte leise rollend seinen Kurs. Außer dem gedämpften Rauschen des Meers und dem Knarren der Masten unter dem Druck der geschwellten Segel war kaum ein Laut zu vernehmen. Durch das große Heckfenster drang der letzte Schein der hinter dem Horizont verschwundenen Sonne. Dort hinten, nun unsichtbar, aufgelöst im rosigen Abenddunst, verschlungen von den dunkelnden Wellen, lag das Land, aus dem Angélique geflohen war. Sie hatte in ihm den königlichen Glanz des Hofes und das grausige Elend der Unterwelt erfahren. Sie war bewundert und geliebt, angefeindet und tödlich gehaßt worden. Sie hatte gekämpft, mit den feingeschliffenen "Waffen der Frau und den mitleidlosen des Mannes, hatte eine ganze Provinz in den Aufstand gegen den König geführt und war unterlegen. Nichts von ihren Träumen und Hoffnungen war ihr geblieben, nichts oder vielleicht doch das eine: das Bewußtsein, immer so gehandelt zu haben, wie es ihr von ihrem Herzen eingegeben worden war, wie sie hatte handeln müssen. Nicht Schuld, Schicksal war es, das ihren Weg durch Not und Bedrängnis bis hierher, auf das Zuflucht gewährende Schiff geführt hatte.Das Gefühl, von einem unsichtbaren Blick beobachtet zu werden, brachte Angélique aus ihren Gedanken in die Wirklichkeit zurück.Auffahrend, blickte sie um sich und suchte nach demjenigen, der sie in die mit orientalischem Luxus ausgestatteten Räume des Heckaufbaus hatte schaffen lassen. Sie war überzeugt, daß er da sein müsse, aber sie sah ihn nicht.Sie befand sich in demselben Salon, in dem sie der Rescator13