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Jubiiäumsbandzum 25jährigen Bestehen der Vereinigung für angewandte BotanikBenetzungsbeize mit geringen FlUssigkeitsmengen.VonG. Gaßner, Braunschweig').Die Frage der Beizung des Getreides und der dabei anzuwendenden Beizverfahren ist in den letzten Jahren durch die Einführung der sogenannten Trockenbeizen in ein neues Stadium getreten. Während sich auch bei der bisherigen Verwendung flüssiger Beiziösungen, vor allem unter Zuhilfenahme geeigneter maschineller Einrichtungen, die Beizung selbst verhältnismäßig einfach und leicht durchführen läßt, ergeben sich hier wesentliche Schwierigkeiten vor allem dadurch, daß das Saatgut nach der Beizung zurück-getrocknet werden muß. Dieses Rücktrocknen vermeidet man bei dem Gebrauch der Trockenbeizen, bei denen das Saatgut unmittelbar nach der Einstäubung mit dem Beizpulver saatfertig und drill-fähig ist. Die bisherigen Erfahrungen lassen bereits erkennen, daß es möglich ist, einwandfrei wirkende Trockenbeizmittel herzustellen. Andererseits sind jedoch schon jetzt Übelstände bei dem Gebrauch der Trockenbeizen zutage getreten, die in erster Linie auf dem starken Stäuben dieser Beizen und der dadurch bedingten Gefährdung des arbeitenden Personals beruhen. Aus diesem Grunde haben sich gerade unsere führenden Saatzuchtwirtschaften für die Einführung der Trockenbeizen noch nicht entschließen können und sind meist bei der bisher üblichen Naßbeize geblieben.Der Hauptnachteil, welcher der Naßbeize anhaftet, besteht, wie bereits erwähnt, in der Schwierigkeit, größere Mengen naß gebeizten Saatgutes wieder zurückzutrocknen. Andererseits bieten die Naßbeizverfahren den stäubenden Trockenbeizen gegenüber gewisse Vorteile, so daß ihre gänzliche Verdrängung durch die Trocken-, beizen wohl kaum in Frage kommen dürfte, vor allem, wenn es gelingen sollte, die bisher im E-ücktrockneü des naß gebeizten Saatgutes liegenden Schwierigkeiten nach Möglichkeit herabzusetzen.') Vorgetragen auf der Tagnng der Vereinigang für angewandte Botani^ in Stuttgart am 26. Mai 1926 (erweiterte Form).Angewandte Botinifc IX1