Bővebb ismertető
In der Pan Am-Maschine nach Wien befanden sich 117 Psychoanalytiker, und mindestens sechs von ihnen hatten mich behandelt. Einen siebenten hatte ich geheiratet. Gott alléin weiB, ob ich es der Unfáhigkeit der Analytiker oder meiner eigenenfabelhaften Un-Analysierbarkeit zu verdanken hatte - jedenfalls hatte ich jetzt, wenn möglich, noch mehr Angst vorm Fliegen, als damals, vor etwa 13 Jahren, als ich mit meinen analytischen Abenteuern begann. Beim Start nahm mein Mann meine Hand mit therapeutischem Griff in die seine. Mein Gott. . . eiskalt, sagte er. Er sollte die Symptome inzwischen kennen, da er meine Hand schon wáhrend vieler anderer Flüge gehalten hatte. Meine Finger (und Zehen) werden zu Eis, mein Magén macht einen Sprung, bis hinauf in den Brustkasten, die Temperatur meiner Nasenspitze entspricht augenblicklich der meiner Fingerspitzen, meine Brustwarzen richten sich auf und stehen sozusagen stramm vor der Innenseite meines BHs (in diesem Falle meines Kleides, da ich keinen BH trage), und eine grelle Minute lang sind mein Herz und die Triebwerke eins, beim neuerlichen Versuch des Menschen zu beweisen, daB die Gesetze der Aerodynamik nicht bloB auf láppischem Aberglauben beruhen - obwohl ich im Grundé meines Herzens weiji, daB sie das tun. Was immer an diabolischen Erklárungen über die Tragfáhigkeit von Flugzeugen in der mehrsprachigen INFORMATION TO PASSENGERS stehen mag - ich persönlich bin davon überzeugt, daB nur meine eigene Konzentration (und die meiner Mutter, die fest damit zu rechnen scheint, daB ihre Kinder bei einem Flugzeugabsturz umkommen) diesen Vogel in den Lüften hált. Ich begliickwünsche mich zu jedem gelungenen Start, jedoch nicht allzu enthusiastisch, denn es gehört ebenso zu meiner persönlichen Überzeugung, daB ich glaube, daB, sobald man sich zu lássig in Sicherheit wiegt, die Maschine im náchsten Augenblick abstürzt. Immerwáhrende Wachsamkeit, das ist meine Devise. Eine Art zurückhaltender Optimismus