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Anleitung zu makroskopisch-zoologischen Uebungen I-II. [antikvár]

Dr. G. Chr. Hirsch, Dr. H. F. Nierstrasz

 
Vorwort Dieser Führer für makroskopische Uebungen in der Zoologie weicht in vielen Punkten von den sonst in Deutschland gebráuchlichen ab. Er behandelt zunachst nur wenige Tiere, aber diese werden tiefer makroskopisch durchgearbeitet als gewöhnlich. Ferner fehlen die Abbildungen, weil die Erfahrung lehrt, daB er nichts (sieht), als was im Buche steht". Die Aufgabe dieses Führers ist, sehen zu lehren; die Bilder sollen vom Studierenden selbst gesehen und nicht nachgezeichnet werden. So gibt alsó dies Büchlein keine Beschreibung des...
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Vorwort Dieser Führer für makroskopische Uebungen in der Zoologie weicht in vielen Punkten von den sonst in Deutschland gebráuchlichen ab. Er behandelt zunachst nur wenige Tiere, aber diese werden tiefer makroskopisch durchgearbeitet als gewöhnlich. Ferner fehlen die Abbildungen, weil die Erfahrung lehrt, daB er nichts (sieht), als was im Buche steht". Die Aufgabe dieses Führers ist, sehen zu lehren; die Bilder sollen vom Studierenden selbst gesehen und nicht nachgezeichnet werden. So gibt alsó dies Büchlein keine Beschreibung des betreffenden Tieres, sondern eine Anleitung, selbstándig sich Bild für Bild zu entwerfen. Jedes Tier und die meisten Organe werden von verschiedenen Seiten Bild nach Bild erfaBt und so in ihren topographischen Verháltnissen begriffen. Multum, non multa. Wir sind damit bewuBt zur altén Methode zoologischer xirbeit zurückgekehrt. Auch habén wir uns zunachst an die alte Schule makroskopischen Formbegreifens gehalten, weil sie unseres Erachtens die beste Grundlage gibt. Es ist selbstverstándlich, daB sich auf diesem makroskopischen Praktikum ein histologischer, vergleichend-anatomischer, vergleichend-physiologischer und embryologischer Kursus aufbauen muB, wie das auch in unserem Institut geschieht; erst dann ist die Vor~ bereitung zur wissenschaftlichen Eigenarbeit abgeschlossen. Diese pádagogische Methode ist nicht originell. 1875 gab der groBe Zoologe und Pádagoge T. H. Huxley A course of elementary instruction in practical biology" heraus, der Pflanzen und Tiere behandelte; von letzteren Vorticella, Hydra, Anodonta, Astacus und Rana. Dort ist unsere Methode áhnlich durchgeführt. Huxleys Buch ist 1881 von 0. Thamhayn (Stuttgart, Enke) übersetzt, ist aber oífenbar in Deutschland nicht viel gebraucht worden. 1890 hat dann Vosmaer, damals Assistent unter Hubrecht am Zoologischen Laboratórium Utrecht, áhnliche Schemata auch für andere Tiere beisammengebracht. Seitdem wurde diese Methode von hunderten von Studenten der Biologie und Medizin in Utrecht und spáter, nach der Ernennung Vosmaers zum Ordinarius in Leiden, auch dort gebraucht. Die Handleiding" wurde als Privatdruck in hollandischer Sprache den Studenten vom Laboratórium in die Hand gegeben. 1906 hat Nierstrasz zusammenVorreden Der zweite Teii dieser Anleitung ist eine neue, aber stark vermehrte und ganz umgearbeitete Ausgabe der 1906 yon Ihle und mir als Privatdruck gedruckten Handleiding", über welche im Vorwort des ersten Teiles náher gesprochen wurde. Alle Aenderungen und Vermehrungen stammen aber yon Hirsch. Sie habén indessen völlig meine Zustimmung. Niersírasz. Der vorliegende Teil der Anleitung" ist zu lesen noch langweiliger als der erste. Aber Kritiker, die blattéra, und Studierende, die Wissenschaft suchen, wollen nicht vergessen, daB hier kein Lehrbuch vorliegt, in welchem Bild und Wort zusammen sprechen. Es fehlt vielmehr die wichtigere Hálfte an diesem Buche: der Tierkörper! Er ist unersetzbar, auch durch keine noch so gute Abbildung. Nur ein paar helfende Schemata habe ich beigegeben, welche das Auffinden oder die geistige Rekonstruktion oder den Vergleich mehr fördern als viele Worte. Sie geben jedoch (mit einer Ausnahme) nicht das Bild wieder, das der Suchende zeichnen soll, sondern nur ein áhnliches und darum helfendes. Die Schemata der Schadel stammen von Nierstrasz. Dieser vorliegende Kursus der Wirbeltiere kann nun deutlicher aufzeigen, welchem geistigen Bedürfnis die Anleitung entsprang. Ueber das Pádagogisch-Methodische ist im Vorwort des ersten Heft.es gehandelt worden. Aber der Geburtswille dieser Anleitung möchte eigentlich über das rein Pádagogische hinausgehen: er láBt sich vielleicht so skizzieren: Das Ganzheitserlebnis in der Laboratoriumszoologie ist nur auf zwei Wegen möglich: in der Beziehung des Vergleiches und in der Beziehung des Organismus. Dazu tritt auJBerhalb des Laboratoriums die Beziehung der Oekologie, die jedoch leider in dieser Anleitung keine Rolle spielen kann. Die Beziehung des Vergleiches beherrscht in der Zoologie seit der Mitte des vorigen Jahrhunderts die Fragestellung vollkommen. Sie hat ihre bekannten Triumphe gefeiert in der vergleichenden Ana-

Termékadatok

Cím: Anleitung zu makroskopisch-zoologischen Uebungen I-II. [antikvár]
Szerző: Dr. G. Chr. Hirsch Dr. H. F. Nierstrasz
Kiadó: Verlag von Gustav Fischer
Kötés: Félvászon
Méret: 170 mm x 260 mm
Dr. G. Chr. Hirsch művei
Dr. H. F. Nierstrasz művei
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