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abschied von lászló mátraiZSIGMOND PÁL PACHVizeprásident der Ungarischen Akademie der Wissenschaften, Direktor desInstituts für Geschichte der UAW Budapestlm Namen des Prásidiums der Ungarischen Akademie der Wissenschaften, sowie der Klasse der Philosophischen und Geschichtswissen-schaften derselben nehme ich Abschied von László Mátrai, von dem ordentlichen Mitglied unserer Akademie, dem ausgezeichneten Historiker der Philosophie und Kultur, der gleichzeitig auch in der Organisierung der ungarischen Wissenschaft tátigen und effektíven Anteil nahm und eine einmalige und unnachahmlich zauberhafte Persönlichkeit unseres geistigen Lebens war.László Mátrais wissenschaftliche Laufbahn startete wie eine Rakete und ging auch unter den erdrückenden Umstánden der Vorkriegsperiode gerade aufwárts. In seinem 22. Lebensjahr, im Jahre 1931, erhielt er den Doktorgrad an der Philosophischen Fakultát der Budapester Universitát bei Ákos Pauler, und zwar für seine anspruchsvolle Dissertation A jelenkori esztétika fő irányairól (Über die Hauptströmungen der gegenwártigen Ásthetik). Er war zwischen 25 und 30, als er jeden Montag im Sonder-raum des Café Dunakorzó saB, wo damals der Redaktionstisch der Zeit-schrift Nyugat stand beisammen mit Miklós Radnóti, György Bálint, István Vas und anderen Prominenten der ungarischen Literatur. Kaum álter als dreiBig habilitierte er sich schon, ist Professor des Eötvös-Kolle-giums und zweifacher Tráger des Baumgarten-Preises.Glánzende Begabung und zweckbewuBte Arbeit, ein intimes, all-tágliches Zusammenleben mit dem angeháuften Wissensschatz der Mensch-heit, mit der Bibliothek steht als fester Hintergrund hinter den so vielen Anzeichen wissenschaftlichen Erfolges und wissenschaftlicher Anerken-nung. Bis auf diese Zeit hatte er schon eine Reihe von Studien und Auf-sátzen publiziert: er schrieb auf den AnlaB des Erasmus-Jubiláums, über die Joseph-Tetralogie von Thomas Mann, zum Tode Henri Bergsons, über die Essay-sammlung von Gyula Szekfü sowie eine kompakté Zusammen-fassung über die Entwicklung der Geisteswissenschaften im 19. Jahrhundert in der von Sándor Domanovszky redigierten Ungarischen Kultur geschichte. Und er verfaBte vor allém zwei preisgekrönte Werke: A modem gondolkodás (Das moderne Denken), 1938, und Élmény és mű (Erlebnis und Werk), 1940.