Bővebb ismertető
Die Trennung von Heilung und Pharmazeutik vollzog sich wáhrend mehrerer Jahrhunderte. Im Jahre 1224 trennte Friedrich II. an der medizinischen Fakultát von Naepel die árztliche von der pharmazeutischen Tátigkeit. Danach bildeten sich in Európa der Apothekerstand und die Institution der Apotheke aus. Von nun an war die Herstellung der Arzneien nicht alléin Aufgabe der Arzt-Apotheker. Speziell gebildete, vereidigte Apotheker, „stationarii", arbeiteten in ganz Italien und Mitteleuropa, die ihre Práparate zu festgesetzten Preisen verkauften; es entstand das Taxensystem (1238). Die richtige Zubereitung der Arzneien geschah den Antidotarien zufolge; die meist gebráuchlichen waren die Werke von dem arabischen Mesue dem Jüngeren (10.-11. Jhdt.); von Nicolaus Salernitanus (Praepositus) (aus erster Hálfte des 12-ten Jhdts.); die von Saladin von Ascoli (Mitte des 15-ten Jhdts.); und die von Christophorus de Honestis (Anfang des 14-ten Jhdts.). Das meistverbreitete Arzneibuch war das „Compendium aromatoriorum" von Saladines von Ascoli (1488). Diese Arzneibücher waren die Vorgánger der Pharmacopöen, die sich von der Mitte des 16. Jahrhunderts an verbreiteten. Die erste wurde von Valerius Cordus (1515-1544) verfasst (erste Ausgabe: 1546). Das erste Arzneibuch in Ungarn war die Arbeit von János Dávid Ruland (1585-1657), dem Physicus der Stadt Pozsony (Pressburg). Als Anhánger der Koprotherapie hatte Ruland in seiner 1644 erschienenen „Pharmacopoea nova" die Daten und Gebrauchsanweisungen hervorgehoben, welche sich auf Heilkraft der Faeces und der Úrin bezogen, Auf dem Gebiet der Organotherapie werden einige Medikamenten der sogenannten „Dreckapotheke" auch heute noch verwendet. Die vom Statthalterrat genehmigte, selbststándige ungarische Taxe (Arzneipreisnorm) wurde 1745 von dem Pressburger Arzt János Justus Torkos (1699-1770) zusammengestellt. Die in der Habsburgmonarchie gültige offizielle Pharmacopöe trat 1613 und die Taxe 1685 in Kraft. Das erste, lediglich für Ungarn angefertigte Arzneibuch, die „Pharmacopoea Austriaco-Provincialis" erschien 1779 in Pozsony. Das Apothekerfach umfaBte zwei Tátigkeiten: die Arzneiherstellung und den Arzneihandel. Doch darüber hinaus übten die Apotheker - infolge des Árztemangels - über Jahrhunderte hindurch die Rolle des Heilenden oder die des Ratgebers aus. So eine Szene wurde nach dem Gemálde von Pietro Longhi in einem Kupferstich von Francesco Bartolozzi (1727-1815) aus der zweiten Hálfte des 18. Jahrhunderts dargestellt. In einem bestimmten Abschnitt der geschichtlichen Entwicklung - zwischen dem 15. und 18. Jahrhundert - kam den einzelnen Apotheken bei der Herstellung der Arzneien eine bedeutende Rolle zu. „Apotheca" bedeutete im Mittelalter Láger, spáter Verkaufsbude Die Apotheken führten neben verschiedenen/pflanzlichen, tierischen, mineralischen Mitteln auch Zuckererzeugnisse, Spirituosen und noch vielerlei, in eine „Gemischtwarenhandlung" gehörende Waren. Darauf weist auch eine damalige Benennung der Apotheker „speciarius" (Spezereihándler) hin. In der Zeit der Renaissance erschien die schon hauptsáchlich Arzneien