Halbkreisförmige Rundbögen in den Ruinen des Palastes von Uruk, einem aus Lehmziegeln gemauerten Bau aus dem 3. Jt. v.Chr.Die Magula von Sesklo in Thessalien, eine auf einem flachen Hügel gelegene Absiedlung, ist über mehrere Jahrtausende besiedelt und ermöglicht Einblicke in die Entwicklung der Kultur. Rekonstruktion des Zustands im 4. Jt. v.Chr.Die Zikkurat von Ur, 3. Jt.v.Chr. Über die schrägen Rampen führen Treppen zu der ca. 12 m hoch gelegenen ersten Plattform, auf der sich ursprünglich weitere Aufbauten befanden.Reste der...
Halbkreisförmige Rundbögen in den Ruinen des Palastes von Uruk, einem aus Lehmziegeln gemauerten Bau aus dem 3. Jt. v.Chr.Die Magula von Sesklo in Thessalien, eine auf einem flachen Hügel gelegene Absiedlung, ist über mehrere Jahrtausende besiedelt und ermöglicht Einblicke in die Entwicklung der Kultur. Rekonstruktion des Zustands im 4. Jt. v.Chr.Die Zikkurat von Ur, 3. Jt.v.Chr. Über die schrägen Rampen führen Treppen zu der ca. 12 m hoch gelegenen ersten Plattform, auf der sich ursprünglich weitere Aufbauten befanden.Reste der berühmten Mauer von Jericho, der wohl ältesten befestigten Stadt der Menschheit aus dem 7. Jt. v.Chr.Schon im 8. Jt. v. Chr. lassen sich Menschen in kleinen Siedlungen nieder, um Ackerbau und Viehzucht zu treiben. Die Wohnhäuser bestehen zunächst aus Lehm und pflanzlichen Materialien wie Holz oder Schilf und werden als Rundbauten, also in Form von Nomadenzelten und Hütten, um eine zentrale Feuerstelle errichtet. Erste rechteckige Häuser aus ungebrannten Lehmziegeln gibt es im 7./6. Jt. v.Chr. (Feldsteine tauchen erst später als Baustoff auf) in Çatal Hüyük (Anatolien) und Jericho (Jordanien), die auch als älteste Siedlungen mit bereits städtischem Charakter gelten. Ausgrabungenin Qatal Hüyük förderten zahlreiche Kult- und Alltagsgegenstände, Malereien und Skulpturen zu Tage, die neue Erkenntnisse über diese Zeit vermittelten. In Jericho dagegen erlangte die gewaltige Stadtmauer Berühmtheit. Solche Befestigungsanlagen sind neben Palast- und Sakralbauten zunächst Hauptaufgaben der Architektur, und vermutlich an letzteren wächst die Baukunst in technischer wie künstlerischer Hinsicht besonders. Allmählich entstehen große, miteinander konkurrierende Städte, zu deren bedeutendsten die sumerischen Zentren Uruk und Ur (Irak, 4,/3. bzw. 3.12. Jt. v.Chr.) gehören.Die ersten Tempel in Mesopotamien sind recht kleine, auf einer erhöhten Plattform errichtete Bauten aus Lehmziegeln. Die Plattformen werden im Laufe der Zeit zu Hochterrassen, den so genannten Zikku-raten, da die Priester glauben, den Göttern dort näher zu sein. Vielleicht dienen die Zikkurate aber auch der Himmelsbeobachtung. Für die Sumerer symbolisieren die Berge, aus deren Quellen das Wasser in die Ebenen fließt, die Erde.Die großen sumerischen Städte - Uruk etwa hat zu Beginn des 3. Jt.v.Chr. ca. 40 000 Einwohner - sind Tempelstädte. Innerhalb der dicken Stadtmauern liegt im Zentrum der Tempelbezirk mit der hoch aufragenden, weithin sichtbaren Zikkurat, daneben die Palastanlagen. Auf die übrige Fläche verteilen sich Wohnviertel sowie Lagerhallen, Wirtschafts-, Handels- und Verwaltungsgebäude.
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