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Gisela de Fries
Arischa macht Liebe in Alaska
Arischa ist eine geschäftstüchtige Dirne. Bei ihrem letzten
Auftrag ist ihr eine Idee gekommen. Sie arbeitet mit einem Reisebüro zusammen und trifft erneut auf die fünfzehn Moralapostel, die gar Heine sind.
Die Hauptpersonen des Roman:
Arischa - clevere Dirne, hat einen neuen Wirkungskreis entdeckt. Dieter Gallus - Mitglied einer Stammtischrunde, hat bei der Dirne noch etwas gut.
Weitere 14 Geschäftsleute eines Herrenstammtisches mit bestimmten Vorstellungen.
Man nannte diese Herren »die fünfzehn Moralapostel«. Sie waren die Honoratioren dieser kleinen Stadt. Jeder besaß ein Geschäft oder ein Unternehmen. Alle vierzehn Tage trafen sie sich am Stammtisch. Dort ging es hoch her. Nach außen waren sie brave und biedere Bürger und taten, als könnten sie kein Wässerchen trüben. Aber wehe, wenn sie losgelassen! In weiser Voraussicht ließen sie sich erst außerhalb des Städtchens los!
Zum Beispiel während eines gemeinsamen Urlaubs!
Hart hatten sie dafür kämpfen müssen, viele Jahre lang sozusagen die Fronten allmählich aufweichen müssen, bis ihre Frauen endlich damit einverstanden waren, einmal im Jahr die Männer zehn bis vierzehn Tage unter sich sein zu lassen.
Auch heute saßen sie wieder zusammen. Der Wirt sah es als Schicksal an; denn sie waren nicht nur groß im Ausgeben, leider auch groß im Lärmen und vor allen Dingen in der Ausdauer. Andere Gäste schliefen schon längst zu Hause, da lärmten sie immer noch im »Schloßrestaurant«. Aber was nahm man nicht alles hin, wenn man sich vorgenommen hatte, den Gast Kö-
nig sein zu lassen, gleichgültig wie er sich auch verhielt.
Im Augenblick war es noch nicht sehr spät, und sie hatten noch nicht sehr viel getrunken. Die fünfzehn gestandenen Maimsbilder kormten also noch klar denken und hatten auch Ideen.
Es war Leo, der sich jetzt zu Wort meldete.
»Wie ist es. Freunde, allmählich müssen wir wieder an unseren Urlaub denken!«
Dreizehn fielen ihm vor Freude ins Wort und machten gleich Vorschläge. Nur einer war stiller als sonst, aber das fiel in dem allgemeinen Geplapper zunächst gar nicht auf.
»Mein Gott«, rief Otto und wischte sich die Lachtränen vom Gesicht, »werm ich an unsere Rußlandreise denke - du liebe Güte, hatten wir einen Spaß!«
»Nur Dieter nicht«, meinte Bernd und lächelte.
Alle drehten sich nach dem Uhrmacher um.
»Du sagst ja gar nichts«, meinten sie und klopften ihm aufmunternd auf die Schulter, so daß der arme Dieter das Gefühl hatte, sein rechtes Schlüsselbein sei gebrochen.
»Ich halte mich diesmal raus.«