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Dies ist die letzte Ausgabe, die im Re-daktionsgebáude am Hamburger Mit-telweg redigiert wurde. ART zieht um, gemeinsam mit den anderen Bláttern des Verlages Gruner + Jahr. Von der eher idyllischen Lage zwischen AuBen-alster und Moorweide wechselt die Re- Vier Schiffe an der Elbe: Neubau von Steidle und Kiessler daktion ins Herzstück der Hansestadt: an das Elbufer im Hafen. In dreijáhriger Bauzeit entstand un-terhalb der St.-Michaelis-Kirche, von Hamburgern stets Michel genannt, ein Pressequartier von höchst eigenwil-liger Prágung...
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Dies ist die letzte Ausgabe, die im Re-daktionsgebáude am Hamburger Mit-telweg redigiert wurde. ART zieht um, gemeinsam mit den anderen Bláttern des Verlages Gruner + Jahr. Von der eher idyllischen Lage zwischen AuBen-alster und Moorweide wechselt die Re- Vier Schiffe an der Elbe: Neubau von Steidle und Kiessler daktion ins Herzstück der Hansestadt: an das Elbufer im Hafen. In dreijáhriger Bauzeit entstand un-terhalb der St.-Michaelis-Kirche, von Hamburgern stets Michel genannt, ein Pressequartier von höchst eigenwil-liger Prágung und mit unverwechsel-barer Atmospháre. Entworfen und ge-baut von den Münchner Architekten Ottó Steidle, 47, und Uwe Kiessler, 52, gliedert sich der Komplex sensibel in das eher ruppige Umfeld mit seinen Schwimmdocks, Kránen und Speicher-háusern, ohne sich historisierend an-zubiedern. In vier parallel gelagerten Gebáude-schiffen werden demnáchst Journalisten und Verlagsangestellte Ráume be-ziehen, die nicht nach Büro, sondern nach Werkstatt riechen. Die filigrane Gliederung der Schiffe und der hohe Anteil an Glasfláchen (55 Prozent der Gesamtfassade) geben dem Komplex strengen Charme und intelligente Sinn-lichkeit. Entstanden ist kein arroganter Soli-tár, sondern ein urbanes Quartier, das noch dazu von Bürgern und Besuchern nicht nur umrundet, sondern auch durchschritten werden kann - auf ei-nem öffentlichen Steg, der vom Michel durch die Verlagsháuser zum Hafen führt und der in die Hochbahnstation Baumwall mündet - ein Anreiz für uns und andere, das Autó vor der Stadt zu lassen. Es muBten wohl zwei Binnenlánder aus München kommen, um uns den Blick aufs urbane Hamburger Umfeld zu schárfen: Steidle und Kiessler habén die Hafensituation höchst souverán in-terpretiert. In unse-rem neuen Verlags-viertel gibt es viele Elemente aus der Nachbarschaft, die aber nie in der Sackgasse des blo-Ben Zitats enden: Verbindungsgánge prásentieren sich als Kapitánsbrük-ken; Fluchtbalkone umlaufen die Háu-ser wie die Reling das Schiff; Bullaugen geben am Ende der Flure den Blick frei auf Hafen oder Michel; die Bockstüt-zen, auf denen die Arbeitsetagen ste-hen, nehmen die eisernen Trassen der Hochbahn und die kraftvollenFüBe der hohen Kráne im Hafen auf. Und zwischen den Háusern flanieren Bewohner und Besucher wie im historischen Gán-geviertel der Hansestadt. Zum erstenmal schreibt die ART-Redaktion nicht nur über wegweisende Architektur, sondern erlebt sie direkt. Darauf freuen wir uns. Die neue Adresse finden Sie im Impressum.

Termékadatok

Cím: art - Das Kunstmagazin Dezember 1990. [antikvár]
Szerző: Alfred Nemeczek , Hans Pietsch , Joachim Hauschild , Peter Hans Göpfert , Rita Imwinkelried Thomas Roth
Kiadó: Verlag Gruner-Jahr AG & Co.
Kötés: Ragasztott papírkötés
Méret: 210 mm x 280 mm
Alfred Nemeczek művei
Hans Pietsch művei
Joachim Hauschild művei
Peter Hans Göpfert művei
Rita Imwinkelried művei
Thomas Roth művei
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