Bővebb ismertető
Wenige Zeitschriften hatten einen Herausgeber wie ART. Wolf Uecker hat diesem Blatt zum Leben verholfen. Er hat es gegründet, er hat es über fünf Jahre wohlwollend begleitet. Warum dann alsó in der Vergangenheitsform schreiben? Wolf Uecker zieht sich zurück. Der Mann, der profund so manche Profession ausübt, wendet sich neuen Aufgaben zu. Nach dem Zweiten Weltkrieg begann er als Lyriker und Lektor, übersetzte Schriften der französischen Dichter Baudelaire und Rimbaud ins Deutsche und wechselte in den fünfziger Jahren aus Neigung und Temperament in den Journalismus. Dem Wort blieb er treu, hinzu kam das Bild. Neugier und sicheres Urteilsvermögen lenkten wenig spáter sein Augenmerk auf die bildende Kunst. Auch ihr gegenüber blieb sein Interesse keineswegs distanziert. Uecker stieB auf Maierei und Grafik der Symbolisten und Práraffaeliten, begann friihzeitig zu sammeln und baute sich über Jahre eine beachtliche Kollektion auf. Noch bevor Jugendstil und Art Déco als kostbares Kunsthandwerk rehabilitiert wurden, hatte Uekker auch aus diesen Epochen besonders schone Werke aufgespürt. Wolf Uecker: ART-Herausgeber 1979 bis 1984 Fast zwangsláufig erwuchs aus der intensiven Bescháftigung eine Galerie. Doch weil Uecker sein Fachwissen nicht nur Ausstellungsbesuchern und Sammlern zukommen lassen wollte, wurde er zum Buch-Autor. Er schrieb ein Handbuch über das Art Déco, seine umfassende Veröffentlichung über „Lampen und Leuchter" vor allém der Tiffany-Zeit nimmt heute den Rang eines Standard-Werkes ein. Wolf Uecker, das versteht sich bei diesem Lebenslauf schon fast von selbst, hatte bei der Gründung von ART nicht etwa nur eine weitere Kunstzeitschrift im Sinn. Ihm schwebte ein Magazin vor, das angemessen und allgemeinverstándlich über alle Bereiche und Epochen berichtet und Lust auf die schönen Künste macht. An diesem Ziel wird die Redaktion festhalten. Wir habén eine Weile gezögert, ehe wir uns vornahmen, die Kombinationsgabe der ART-Leser mit einem Preisrátsel auf die Probe zu stellen. Und als wir uns dazu entschlossen hatten, die Preisfrage formuliert war - „Welches Bild entstand in welchem Atelier?" - durchlitten meine Kollegen und ich bange Momente. War die Aufgabe nicht doch zu schwer, das Ganzé viel zu spitzfindig formuliert? Waren die ausgesuchten Preise auch attraktiv genug, die Abbildungen deutlich, die Texthinweise hilfreich und einleuchtend? Dann trafen die ersten Lösungen ein, mehr als 1000 auf einen Schlag