Bővebb ismertető
VORWORTWenn ein Chemiker einen Brocken Natrium in ein Wasserbassin wirft, weiß er, was geschehen wird; nämlich genau das, was jeder, der dergleichen tut, unter gleichen Bedingungen erwarten darf. Der Natriumbrocken flitzt zischend und funkensprühend auf der Wasseroberfläche hin und her, es wird Wasserstoff freigesetzt, und der entzündet sich selbst, zahlreiche Mini-Explosionen geben dem Metallstückchen Vortrieb.Wenn ein Arzt ein erprobtes Medikament mit bekannter und gut beschriebener Wirkung in den Organismus eines Patienten einwirft", dann rechnet er aufgrund seiner eigenen und der Erfahrung anderer zwar mit einer bestimmten Wirkung, aber er darf eigentlich nicht überrascht sein, wenn diese Wirkung ausbleibt. Und ob das Medikament auch wirksam ist, d. h., ob es die Körperfunktionen so beeinflußt, wie das beabsichtigt ist und erhofft wird, das hängt noch von einer Reihe zusätzlicher Dinge ab. Kurzum: Die Erwartungen von Arzt und Patient können aus vielerlei Gründen unerfüllt bleiben.Und wenn man nicht einmal sicher sein darf, ob in jedem Anwendungsfall die erwartete Wirkung eintritt, dann ist es erst recht nicht verwunderlich, daß Nebenwirkungen, und zwar solche erwünschter, unbedeutender oder unerwünschter Art auftreten. Auch kann es zu unerwarteten Wechselwirkungen mit anderen, entweder körpereigenen oder zugeführten Substanzen kommen. Es können sich Komplexe aus den Arzneistofifen und jenen Substanzen bilden, neue Verbindungen also, die dann eine gänzlich andere Wirkung entfalten, als sie jeder einzelne Stoii entfalten könnte. Damit sind die Hauptgründe genannt, derentwegen Arzneimittel als hilfreich und gefährlich zugleich betrachtet werden. Wer, wie offenbar das Bundesgesundheitsamt, Sinn für öffentlichkeitswirksames Pathos hat, der kann auch ein wis-senschafthches Symposium unter das Motto stellen: Arznei-