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EINLEITUNG
as beste Werk, das jemals über die GemütsbesdiafiFenheit eines asiatischen Volksstammes gesdirieben wurde, ist unstreitigMorier'sHadsdiy^Baba, Außer Frage steht natürlidi das B uchTausend und eine Nacht, Es bleibt unvergleichlidi, ist die lauterste Wahr^ heit und wird niemals erreicht werden. Aber, von diesem Meisterwerke abgesehen, steht Hadschy^Baba an erster Stelle. Sein Verfasser war Sekretär der englischen Gesandtsdiaft in Teheran zu einer Zeit, als alles, was in Diensten der Indischen Kompagnie stand, in einem Glanz erstrahlte, der an das Goldene Zeitalter gemahnte. Morier hat die Zustände, die er geschildert hat, gut gesehen, gut erfaßt, gut erforscht,-seine Bilder sind durchaus klar umrissen und mit vorzüglich abgestimmt ten Farben gemalt. Indessen darf etwas nicht übersehen werden. Dieser anmutige Schriftsteller hat ein Buch geschrieben, und dieses Buch ist, eben als Buch, den Unvermeidlidikeiten aller Büdier unterworfen und einseitig. Es schildert die Leichtfertigkeit, die Unbeständigkeit des Gei« stes, das Dünnwebige der SittlichkeitsbegriEFe bei den Persern, Morier hat sein Thema bewunderungswert entwickelt und behandelt. Er hat eine Physiognomie von einer bestimmten Seite aus konterfeit und alles, was sich auf dieser Seite zeigt, mit Vollendung wiedergegeben, ohne irgend eine Einzelheit zu übersehen — aber darüber hinaus wollte er weder etw^as suchen, noch konnte oder durfte er dies tun. Er hätte sonst die Linien überschreiten müssen, die durch die Stellung seines Modells gegeben waren. Er hat es nicht getan und man darf ihn deshalb nicht tadeln. Aber es bleibt als Endergebnis, daß er nicht alles gezeigt hat. Aus diesem Grunde, und weil kein Anlaß bestand, die Gestalt, die ihm so trefflidi gelungen war, aufs neue nadizubilden, wollte idi kein