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Vorworte
Die vorliegende vierte deutsche Ausgabe wurde nach der achten französischen Ausgabe übersetzt, doch wurden zahlreiche Änderungen, Korrekturen und Zusätze vorgenommen, die durch die Entwicklung der Elektrokardiographie notwendig wurden.
Die Revision erfolgte in Zusammenarbeit mit Herrn Dr. med.//. Scheu, Privatdozent an der Universität Sirich, dem die Autoren herzlich danken, nicht bloss für die Übersetzung, sondern vor allem fúr die Ratschläge, die er ihnen während der ganzen Arbeit, vor allem aber im Abschnitt über intraventrikuläre Reizleitungsstörungen, gab.
Nyon, April 1974
O. Ritterund V. Fattorusso
Als 1948 die erste französische Ausgabe des „Atlas der Elektrokardio-graphie"von O. Ritter und V. Fattorusso erschien, war dies für uns Studenten eine kleine Sensation. Hier wurde zum ersten Mal ein Lehrbuch der Elektrokardiographie vorgelegt, das einfach zu lesen war und welches das Erlernen dieses wichtigen Teilgebietes der inneren Medizin geradezu zum Vergnügen machte. Für mich war es die erste intensive Ausemandersetzung mit dem Fach meiner späteren Wahl, der Kardiologie.
Als mich der Verlag S. Karger anfragte, ob ich die geplante 4. deutsche Auflage nach der 8. französischen Auflage ergänzend übersetzen wolle,ging ich deswegen mit Freude und Dankbarkeit an die Arbeit. Aus einer teUweisen Neuübersetzung wurde immer mehr eine Neubearbeitung, wobei wir uns vor allem bemühten, konsequent die moderne Nomenklatur einzuhalten. Gemeinsam mit Herrn Dr. Ritter wurden einige Abschnitte neu überarbeitet und zeitgemäss formuliert.
26 Jahre nach seinem ersten Erscheinen ist der „Atlas der Elektrokardiographie" von 0. Ritter und V. Fattorusso meiner Meinung nach noch immer das didaktisch beste Lehrbuch für Studenten undjunge Arzte, die sich in das Gebiet der Elektrokardiographie einarbeiten wollen.
Die stete Gegenüberstellung von erläuterndem Text, schematischen Darstellungen und zahlreichen Beispielen erleichtert das Erlernen und vertieft es gleichzeitig. In vielem ist da bereits das programmierte Lernen verwirklicht. Die vorliegende Neufassung hat gegenüber der 3. deutschen Ausgabe Lücken gefüllt, so dass heute alle für den Kliniker wichtigen EKG-Veränderungen mindestens in Kürze beschrieben werden. Die graphische Ausstattung durch den Verlag macht das Buch auch ästhetisch ansprechend.
Ich hoffe, dass der neue „Ritter-Fattorusso" wieder vielen Ärzten und ' Studenten soviel Freude bereiten wird, wie die erste Ausgabe mir.
Zürich, April 1974
H. Scheu