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EINLEITUNG
EINLEITUNG S
Alles begann in Afrika. Dort sind wohl, vor ein paar Millionen Jahren, die ersten menschlichen Wesen entstanden. Von dort hat sich der Mensch über den Globus ausgebreitet und dabei unterschiedliche körperliche und geistige Merkmale, unterschiedliche Sprachen und Religionen, politische und gesellschaftliche Systeme entwickelt. Jene Menschen, die einen Großteil der Welt als eiste erforschten und besiedelten - „sich die Erde Untertan machten" -, besaßen noch keine Schrift. Sie konnten deshalb auch kein Zeugnis ihrer frühen Reisen und Entdeckungen hinterlassen, die so viel Mut, Entschlossenheit und Können erforderten. Ihre Abenteuer, Ängste und Erfolge liegen im Dunkel der schrifllosen Vergangenheit.
Dieses Buch beschreibt die abenteuerlichen Reisen und Entdeckungen späterer Zeiten, die das Werk herausragender Einzelpersönlichkeiten waren, nicht das ganzer Völkerscharen. Den Anfang macht Alexander der Große. Er ist vor allem als Eroberer weiter Teile Asiens bekannt; aber zu seinem Troß haben immer auch Wissenschaftler und Feldmesser gehört, die überall unterwegs klimatische, geographische und naturkundliche Daten sammelten und die zurückgelegten Strecken vermaßen und kartierten. Von Alexander spannt sich der Bogen über Marco Polo und Christoph Columbus, Ferdinand Magellan und Captain Cook, David Livingstone und Roald Amundsen bis zu Neil Armstrong und seiner Mondlandung - vielleicht die bemerkenswerteste Forschungsreise der gesamten
Menschheitsgeschichte. Diese Entdecker werden hier in chronologischer Folge dargestellt. Dazwischengeschoben sind Kapitel zur Entdeckungsgeschichte der einzelnen Kontinente und zu sonstigen Hintergründen dieser großen Einzelleistungen. Weil die meisten Gesellschaften von Männern beherrscht wurden, waren die Entdecker meist Männer. Aber auch auf diesem Feld gab und gibt es kühne, entschlossene und erfolgreiche Frauen. Das wird ebenso augenfällig wie die Tatsache, daß die Entdeckung der Welt seit der Renaissance in den Händen der Europäer lag und von ihnen bestimmt wurde.
Eine einzige Welt
In den vergangenen 500 Jahren, seit Columbus, haben die Länder der westlichen Welt ihren Einfluß auf den ganzen Globus ausgedehnt. Die Entdecker spielten dabei eine entscheidende Rolle. Sozusagen gegenläufig zur entwicklungsgeschichtlichen Ausbreitung des Menschen über die Erde reisten die Europäer in geographisch, kulturell und psychologisch weit entfernte Weltgegenden. Sie trugen dazu bei, daß die Völker der Erde einander intensiver wahrnahmen und sich näher kamen, und haben so aus vielen Welten eine einzige Welt geformt.
Unten Die Landung in Mallicolo, von William Hodges. James Cook steigt ins Wasser, um von einem Bewohner der Pazifikinsel einen Palmzweig zu empfangen, als ein Symbol des Friedens.
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