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ATTENTAT IM MORGENGRAUEN
Es ist anzunehmen, daß sich noch viele an das Attentat auf der Talbrücke bei Biatorbägy erinnern. Am 13, September 1931 um null Uhr dreißig Minuten wurde von unbekannten Tätern der internationale Schnellzug mit Ekrasit in die Luft gesprengt. Der größte Teil des Zuges stürzte in die Tiefe; nur die drei letzten Personenwagen blieben auf dem Bahndamm stehen. Dem Anschlag fielen zweiundzwanzig Menschenleben zum Opfer; außerdem gab es zahlreiche teils schwer, teils leichter Verletzte. Es war noch ein Glück, daß das meteorologische Institut für den Sonntag schlechtes Wetter vorausgesagt hatte — am Tage zuvor, am 12. September, war von morgens bis abends der Regen vom Himmel geströmt. So befanden sich nur wenige Reisende in dem Zug, der, wie jede Nacht vom Sonnabend zum Sonntag, die Erholungsuchenden zum Semmering brachte. Natürlich wurden sofort Ermittlungen eingeleitet, und wegen eines am Tatort vorgefundenen Briefes, der Andeutungen kommunistischer Agitation enthielt, glaubte die Polizei, sehr bald nachweisen zu können, daß es sich hier um einen politischen Terrorakt handle.
Um diesen scheinbar begründeten Verdacht, der später Anlaß zu vielem Unrecht geworden ist, verständlich zu machen, gebe ich den Text des Schreibens an dieser Stelle wieder: