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Der Besuch des Präsidenten
für Stanislaw Trebaczkiewicz
I Als die Uhr schlug, öffnete Jacek die Augen, aber nur für einen Moment. Er bemerkte, daß die gegenüberliegende Wand ganz in Sonne getaucht war, also hatte der Tag wohl längst begonnen. Der Gesang der Vögel hatte ihn zwar schon vorher geweckt, ehe die Uhr erklungen war, aber die Vögel stehen im Morgengrauen auf. Mit Unruhe erfüllte ihn nur die Uhr, die soeben geschlagen hatte. Wieviel Schläge waren es gewesen? Waren es sechs, dann kam gleich Großmutter in die Küche und rief mit ihrer hohen Stimme: »Steh auf, du Langschläfer! Es ist schon sechs!« Jacek schob den Augenblick des Aufstehens immer hinaus, bis die Großmutter ihm ärgerlich drohte, sie würde es dem Vater erzählen. Alle warteten doch auf das Gebäck, das er aus dem Laden holen sollte.
So war es Tag für Tag. Manchmal stand Jacek sofort auf, aber nur dann, wenn vor dem Erscheinen der Großmutter in der Küche, also vor sechs Uhr, sein lieber Gast bei ihm gewesen war. Er setzte sich auf den Bettrand, ergriff Jaceks Hand, oder - und das machte ihn besonders glücklich - er beugte sich über ihn und küßte ihn auf die Stirn oder auf die geschlossenen Augen. Dieser Gast, das war Jaceks wunderbares Geheimnis,
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