Bővebb ismertető
VorwortDie Fremdsprachen eingerechnet gibt es heute mehr als eine Million Fremdwörter. Sie an einer Stelle zu vereinigen, wäre nicht nur ein kostspieliges, sondern auch ein müßiges Unternehmen, weil der allergrößte Teil dieser Fremdwörter Fachwörter sind, die nur vom Fachmann benutzt werden. Vollständig kann und soll ein für den täglichen Gebrauch bestimmtes - also zugleich handliches und preiswertes - Fremdwörterbuch nicht sein. Anzustreben schien uns eine möglichst weitgehende Vollständigkeit des heute Gebräuchlichen.Um sie zu erzielen, haben wir unserer Auswahlarbeit die Lektüre großer, anspruchsvoller Tageszeitungen und allgemein interessierender Zeitschriften zugrunde gelegt, in denen sich - das kann man wohl ohne weiteres sagen - alle Lebens- und Wissensgebiete vom Sport bis zur Theologie behandelt finden. Zum Teil sind diese Gebiete selbst Fremdwörter; alle benutzen einen gewissen Schatz von Fremdwörtern, die ursprünglich einmal Fachwörter gewesen sein mögen, von denen aber viele in den modernen Wortschatz eingegangen sind.Den Kenntnisstand, den die Lektüre einer solchen Zeitung oder Zeitschrift - eigentlich - voraussetzt, haben wir als Maßstab genommen; nicht als einzigen, aber als wesentlichen. Bekanntlich gab es noch vor wenigen Jahrhunderten Männer, von denen die Zeitgenossen bewundernd sagten, sie beherrschten das gesamte Wissen ihrer Zeit. Solche Männer kann es nicht mehr geben. Man darf vermutlich behaupten, daß selbst hochgebildete Menschen heute bei der Lektüre einer anspruchsvollen Zeitung oder Zeitschrift auf Fremdwörter stoßen, die ihnen nicht geläufig sind. Dennoch wäre es falsch, unsere Zeit für fremdwortsüchtig zu erklären, wie es etwa die ersten Jahrzehnte nach dem Dreißigjährigen Krieg waren. Es muß auffallen, daß Wissenschaft und Technik ihre Bezeichnungen für neue Erfindungen oder Erkenntnisse meist aus lateinischen oder griechischen Worten zusammensetzen, womit sie dann der internationalen Fachwelt verständlich werden. Was hier bewußt geschieht, ergibt sich auf andern Lebensgebieten von selbst: Dinge, die aus der Fremde zuwandern, haben von jeher ihre Namen mitgebracht; die Sprache war in vielen Fällen um eine gewisse Anverwandlung bemüht. Da heute vieles gleichzeitig oder in rascher Folge zuwandert, hat sie dazu kaum Zeit - vielleicht aber auch weniger als ehedem die Neigung, weil sich die Welt tatsächlich näher gekommen ist. Man tauscht rascher und bereitwilliger aus - Gegenstände und auch Lebensformen. Das Wort Teenager hat sich mit der von Amerika geschaffenen ersten wirklichen Jugendmode in der ganzen Welt eingebürgert \ wie auch das Wort Cocktail-Party mit der ehemals außerhalb der angelsächsischen Länder unbekannten Form der Geselligkeit in der Welt heimisch geworden ist.So bedeutet denn die Übernahme besonders vieler neuer Fremdwörter keine bedingungslose Kapitulation vor der andringenden Übermacht des Fremden, und sie gefährdet die Reinheit der Sprache nicht. Wir möchten eher annehmen, daß es sich dabei um einen echten Internationalisierungsvorgang handelt: wer etwas findet oder erfindet - sei es ein Medikament, eine Jacke oder eine Erkenntnis - gibt den Namen, und ihn übernimmt - meist mit dem Bewußtsein der Herkunft - die ganze Welt. Mag sein, daß die Sprachen mit der Zeit für den einen oder anderen Begriff eigene Wörter finden, wie die deutsche für das Beefsteak die Rindslendenschnitte,