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»Auf Ehre und Credit« [antikvár]

Rudolf Angermüller

 
»AUF EHRE UND CREDIT« Die Finanzen des W. A. Mozart Rudolph Angermüller Der Titel der Ausstellung ist einem Brief Mozarts an seinen Logenbruder, den Kaufmann Michael Puchberg, datiert: Wien, 27. Juni 1788, entnommen. Mozart, der sich 1788 in einer schwierigen finanziellen Situation befand, bat Puchberg mehrfach um größere Geldsummen. Sollte dieser ihm nicht aus der „Patsche" helfen, so verlöre er „Ehre und Credit", und gerade dies sei das einzige, was er, Mozart, sich „zu erhalten wünsche". Mit dem etwas provokanten...
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»AUF EHRE UND CREDIT« Die Finanzen des W. A. Mozart Rudolph Angermüller Der Titel der Ausstellung ist einem Brief Mozarts an seinen Logenbruder, den Kaufmann Michael Puchberg, datiert: Wien, 27. Juni 1788, entnommen. Mozart, der sich 1788 in einer schwierigen finanziellen Situation befand, bat Puchberg mehrfach um größere Geldsummen. Sollte dieser ihm nicht aus der „Patsche" helfen, so verlöre er „Ehre und Credit", und gerade dies sei das einzige, was er, Mozart, sich „zu erhalten wünsche". Mit dem etwas provokanten Untertitel „Die Finanzen des W. A. Mozart " soll versucht werden, die pekuniäre Lage der Familie Mozart und später die des Wolfgang Amadeus Mozart zu untersuchen. Es wird dokumentiert, in welchem Milieu Mozart sich aufhielt, mit wem er verkehrte; Mozart wird aber auch im Kontext seiner täglichen Umwelt dargestellt. Liest man die Korrespondenz der Mozarts, so fällt auf, daß Vater Leopold seinen Sohn immer wieder aufgefordert hat, Geld zu verdienen. „Aufs Geld einnehmen muß alle Bemühung gehen, und aller Bedacht aufs wenig ausgeben, so viel es möglich ist; sonst kann man nicht mit Ehre reisen; ja sonst bleibt man gar sitzen, und setzt sich in Schulden" (15. Oktober 1777). „Nach Geld trachten" sollen auch Gattin und Sohn (20. November 1777). Die Reise nach Paris 1778 hat nur ein Ziel; „einen dienst zu bekommen oder geld zu erwerben." Mahnend schreibt Leopold Mozart am 27. November 1777 nach Mannheim: „du magst nun einen Weeg einschlagen, was du für einen willst, so kannst du weder wissen noch gewis hoffen, so viel Geld unterwegs zu verdienen, als zu dieser kostbaren Reise [nach Paris] nötig ist. Ist euch [Maria Anna Mozart und Wolfgang] beyden denn also der Gedanke niemals eingekommen, daß man auf einem Platz dieses weiten Weeges für einen Credit auf allen fall sorgen muß? (Ihr seid izt erst in Mannheim) und seyd schon in dem fahl. Wenn ihr über Maynz hinaus seyd, so könnt ihr aus Frankfort nichts mehr beziehen: nehmet ihr nun itzt Geld in Manheim, so werdet ihr ja, mit Gottes Hilfe, in Frankfort, wo ohnehin nichts zu thun ist, nichts nehmen därffen. folglich kann man hoffen, daß ihr in Mayntz, Coblenz und Bon bey diesen 3 Chur-fürsten so viel machen werdet um nach Brüssel zu kommen." Am 18. Dezember 1777 schreibt Leopold dann „gründlich" nach Mannheim: „du weist wie viele jähre man unsere gedult in Salzb: auf die Prob gesetzt: du weist wie oft du und ich davon zu gehen Lust hatten. Es wird dir noch erinnerlich seyn was ich für Einwendungen machte, die uns verhinderten Salzb: alle zu verlassen; du hast nun die Probe davon - grosse Unkosten auf den Reisen und nicht viel oder wenigst nicht hinlängiger Einnahm solche mit einer ganzen Familie zu bestreitten. Dich allein reisen zu lassen, war damals nicht möglich, du weist, daß du auf alles allein acht zu haben - dir selbst ein und anderes, ohne fremde Hilfe, zu thun nicht gewohnt - mit den GeldSorten wenig, mit auswärtigen aber gar nicht bekannt wärest, vom Einpacken und der-ley vielen auf Reisen vorkommenden Nothwendigkeiten nicht den mindesten Begriff hattest." Nach Leopold muß Wolfgang „grössere Schritte" machen, um sich Ruhm, Ehre und einen großen Namen zu verdienen, „Geld zu machen" ist „kein Werk von etlichen Monaten, noch weniger von etlichen Wochen" (19. Januar 1778). Wolfgangs Pariser Aufenthalt 1778 war nicht nur in ideel- 1

Termékadatok

Cím: »Auf Ehre und Credit« [antikvár]
Szerző: Rudolf Angermüller
Kiadó: Bayerische Vereinsbank
Kötés: Tűzött kötés
Méret: 210 mm x 150 mm
Rudolf Angermüller művei
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