Bővebb ismertető
Ob der Grog schuld war oder das Radioprogramm,
läßt sich nicht sagen. Herr Weber jedenfalls nickte
im Sessel ein, träumte, er säße vor seinem Rundfunk-
empfänger und — man schriebe das Jahr 1900
Neugierig dreht Herr Weber am Skalenknopf: Im
Kurzwellen- und Ultrakurzwellenbereich ist es still
— kein Sprechfunk, kein Morsezeichen, nichts. „Kein
Wunder", beruhigt sich unser Schläfer, „wird erst
später entdeckt." Auch der Mittel Wellenbereich
schweigt. „Um so größer wird das Durcheinander der
Rundfunksender in fünfzig Jahren sein", murmelt
Herr Weber, nicht ohne Schadenfreude. Da knattert
und kracht es im Lautsprecher. Ein Blick aus dem
Fenster: „Sieh mal an, die Straßenbahn stört den
Empfang — na, das wird sie 1950 auch noch tun."
Mißmutig will Herr Weber ,das Gerät ausschalten
doch schon vorher wird er unsanft geweckt, weil ein
Blasorchester des Jahres 1959 den Lautsprecher
scheppern läßt. Herr Weber schüttelt den Kopf: „Wie
kann man nur solchen Unsinn träumen! Immerhin,
technisch hat alles gestimmt."
Daß „technisch alles gestimmt" hat, dürfen wir glau-
ben; schließlich ist Herr Weber Betriebsingenieur im
Funkamt Beelitz und kennt sich in der Geschichte
der Funktechnik aus.
Also gibt es am Anfang des 20. Jahrhunderts noch
keine drahtlose Telegraphie? Doch — Funksender
existieren bereits, allerdings muß man gute und vor
allem sehr erfahrene Ohren haben, wenn man ihre
knatternden Zeichen aus den atmosphärischen Stö-
rungen heraushören will.
Der Startschuß für die drahtlose Telegraphie war
schon vier Jahre vorher gefallen, im Frühjahr 1896,
an dem Tage, da der russische Physiker Alexander