Bővebb ismertető
Unübersehbar, obwohl nicht »zeitgemáfí« in ihrer Erscheinung, anrufend, obgleich die besondere Sprache der Kunst ihrer Zeit nicht sprechend, legt die Plastik von Ernst Barlach grundsatzliche Fragen des Bildnerischen besonders nahe, verlangt Stellungnahme zu diesen Fragen, und fordert mit der Anerkennung ihrer Haltung zugleich so etwas wie ein Bekenntnis, weshalb vielfach noch heute - fünfundzwanzig Jahre nach dem Tode des Künstlers - ihre vorbehaltlose Bejahung einer grundsatzlichen Ablehnung unmittelbar gegenübersteht. Denn mit der Anerkennung oder Ablehnung von Barlachs gestalterischem Einsatz - seine bildnerischen Fáhigkeiten wrurden so gut wie nie in Frage gestellt - verbindet sich unausweichlich eine bejahende oder verneinende Antwort auf weitreichende, grundsatzliche Fragen, die von Barlachs Kunst aufgeworfen werden. Es sind die Fragen nach den Aussagebereichen und Mitteilungsmöglichkeiten bildnerischer Gestaltung schlechthin, jene Fragen alsó, die auch von der mit Barlachs Schaffen zeitgleichen Kunst des Expressionismus gestellt wurden. Aber wáhrend die Expressionisten darzutun versuchten, dafí die bildenden Künste fahig gemacht werden könnten zu Aussagen aus unbekannten Bezirken des eigenen Ich, aus seelischen Bezirken, die bis dato noch zu keiner Áufierung gekommen waren, setzt Barlach bildnerische Mittel und gestalterisches Können ein, um von einem Etwas zu künden, was ebenso unsichtbar wie das