Bővebb ismertető
zurEINFÜHRUNG13 ie wenigsten Besucher einer Opernaufführung habén, wenn sie ihren Lieblingsmelodien lauschen und kritisch denVorgángen auf der Bühne folgen, auch nur die leiseste Ahnung, wieviel Mühe, Sorge und Hingabe erforderlich waren, um diese ihnen jetzt wie etwas Selbstverstándliches vorkommende Auffiihrung zustande zu bringen. Sie sehen nur das Ergebnis einer oft monatelangen, angestrengten Arbeit hunderter, nach auBen nie in Erscheinung tretender Menschen, von denen jeder in dem komplizierten Ráderwerk eines Opernbetriebs seinen Platz ausfüllt. Einen Blick in diese Welt zu tun, die demj AuBenstehenden verschlossen ist, ihn aber irnmer wie mit magischer Gewalt anlockt, dürfte jedem Opernfreund willkommen sein und ist für jeden, der gerecht über die Leistungen eines Operninstituts und seine Künstler urteilen will, notwendig. Denn um berechtigt Kritik zu üben, muB man die Materie kennen und wissen, was möglich und was Wunsch-traum ist.Über die Oper an sich und ihre Geschichte sind schon unzáhlige Biicher geschrieben, aber aus der Praxis heraus ist die Welt hinter den Kulissen eines groBen Operntheaters kaum zuverlássig ge-schildert worden. Dies kann auch nur jemand, der jahrzehnte-lang in dieser Atmosphare gearbeitet und den ganzen Betrieb von der Pike auf in all seinen vielfáltigen Verastelungen kennen ge-lernt hat. Als mich, der ich bis dahin als freier Musikscliriftsteller