Bővebb ismertető
VorwortDie ältesten Mythen der Menschheit berichten von Göttern und Dämonen in Tiergestalt, und sicherlich waren es nicht nur Jagdzauber und Fruchtbarkeitskult, die Steinzeitkünstler bewogen, Wände und Decken ihrer Höhlen mit Tierdarstellungen zu schmücken. Fällt uns die Vorstellung vom Mammutjäger so schwer, der am flackernden Feuer den ängstlichen aneinandergekauerten Kindern seiner Horde von blutigen Kämpfen gegen Urzeitriesen und von seinem Erleben des Werdens und Vergehens alles Lebendigen erzählt? Die Tier- und Jagdgeschichten sind gewiß nicht viel jünger als die erste menschliche Sprache. Und denkbar ist es durchaus, daß den alten Legenden von Jagd und Kampf bald Erzählungen folgten, die erste Ahnungen von Zusammenhängen und gesetzmäßigen Abläufen innerhalb der belebten Natur unbewußt formulierten, wobei die präzisen Beobachtungen, die ihnen zugrunde lagen, dem Menschen halfen, auch sich selbst zu begreifen.Trotz fehlender literarischer Zeugnisse können wir uns also ein Bild von den Tiergeschichten unserer ältesten Vorfahren machen. Wie aber werden die Tiergeschichten der Zukunft sein? Wird es in tausend Jahren überhaupt noch Tiere auf der Erde geben, wenn ja können diese vielleicht denken und sprechen? Wie wird die Begegnung mit fremden Lebewesen ausgehen, verändert sich das Verhältnis Mensch Tier?Antworten auf diese und viele andere interessante Fragen versuchen die Autoren der vorliegenden wissenschaftlich-phantastischen Tiergeschichten zu geben. Hinter aller Exotik und Fremdartigkeit wird der Leser Bekanntes aufspüren, die gleichnishaft geführte Auseinandersetzung mit menschlichem Denken und Handeln, denn ein Anliegen ist den meisten Autoren gemeinsam: die Forderung, nicht nur Erscheinungen zu betrachten, sondern deren Wesen, die Zusammenhänge, die Gesamtheit zu ergründen. Der Leser kann sich immer wieder am Versuch beteiligen, die Position des Menschen in Natur und Gesellschaft zu bestimmen, und er wird die Mahnung wohl hören, sich als Bestandteil, nicht als Herrscher der Welt zu verstehen.Das dramatische Spektrum der Erzählungen reicht von der stillen, romantischen Begegnung bis zum erbittert geführten Kampf. Die unterschiedlichsten menschlichen Haltungen zwingen zur Stellungnahme.