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In unserer Familie gab es keine klare Trennungslinie zwischen Religion und Fliegenfischen. Wir lebten am Zusammenfluß großer Forellenwasser im Westen von Montana, und unser Vater war presbyterianischer Geistlicher und ein Fliegenfischer, der seine Fliegen selbst band und andere unterwies. Er erzählte uns, daß die Jünger Christi Fischer waren, und wir mußten annehmen, was mein Bruder und ich auch taten, daß alle erstklassigen Fischer am See Genezareth Fliegenfischer waren, und daß Johannes, der Lieblingsjünger, Kunstfliegenfischer war.
Wahr ist, daß ein Tag der Woche ganz der Religion gewidmet war. Jeden Sonntagmorgen gingen mein Bruder Paul und ich zur Sonntagsschule und dann zum >Morgengottesdienst<, um unseren Vater predigen zu hören, und am Abend zur Gruppe Junger Christen und danach zum >Abendgottes-dienst<, um unseren Vater wieder predigen zu hören. Dazwischen, am Sonntagnachmittag, mußten wir, während er sich zwischen den Gottesdiensten erholte, eine Stunde den Kleinen 'Westminster Katechismus studieren und dann aufsagen, ehe wir mit unserem Vater in die Berge gehen durften. Aber er stellte uns nie mehr als die erste Frage aus dem Katechismus: »Zu welchem Zweck lebt der Mensch vor allem auf Erden?« Und wir antworteten gemeinsam, so daß der eine weiterreden konnte, falls der andere versagte: »Der Mensch lebt vor allem zu dem Zweck auf Erden, Gott zu verherrlichen und sich Seiner Herrlichkeit in Ewigkeit zu erfreuen.« Dies schien ihn immer zufriedenzustellen, wie es eine so schöne Antwort ja auch wirklich mußte, und außerdem drängte es ihn in die Berge, wo er seine Seele erfrischte und für die Abendpredigt wieder zum