Bővebb ismertető
Güns-Unter den Bergen
wird geboren.
Geben wir es einfach zu: der Ausdruck „Unter den Ber-
gen" ist zu einem selbstständigen Begriff geworden. Sogar
unsere Rechtschreibwörterbücher fassen ihn als eine geo-
graphische Bezeichnung auf und schlagen die Schreibweise
mit großem Anfangbuchstaben vor. Auch im Sinnwörter-
buch finden wir den Hinweis, dass wir an den einen Land-
strich denken sollen: an das Tokajer Weinland.
Die Ethnologen denken da ein wenig anders. Für sie exis-
tieren mehrere kleinere Landstriche mit dieser Bezeich-
nung. So nennen sie also im Partium das Gebiet Arad-Unter
den Bergen und auch die Gebiete um die Dörfer Máriaradna
und Pankota. Auch das Gebiet Süd-Branau (ung. Dél-Bara-
nya), das sog. Draueek trägt diesen Namen, genau so wie in
Siebenbürgen (Rumänien) die Gebiete zwischen Nagyenyed
und Gyulafehérvár. Aber unter dem Gebirge bei Preßburg
(ung. Pozsony, slow. Bratislava) wird ein Landstrich „Unter
den Bergen" genannt, wobei natürlich die Tokajer Gegend
am berühmtesten ist.
Im Jahre 1684 diktierte der Dorfrichter von einer der
schönsten Ortschaften in diesem Gebiet namens Unter den
Bergen, also von Velem folgenden offiziellen Brief, der den
Oberämtern des Komitates Eisenburg (ung. Vas) geschickt
werden sollte. Der Richter beschrieb seine Gegend folgen-
dermaßen: „ Die Gegend wird unter den Bergen genannt;
da es an den Füßen einer großen Gebirgskette liegt/1 Wenn
Mitte des 19. Jahrhunderts der Vorgesetzter des Dorfes den
Landstrich so nannte, ist es nicht verwunderlich, daß die Be-
zeichnung schon zu jener Zeit immer mehr anerkannt wur-
de. Zuerst im örtlichen, später im offiziellen und geo-
graphischen Sprachgebrauch konnte sich also die Bezeich-
nung, die heute überall angenommen wird, durchsetzen. Es