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GESCHICHTE
DIE GESCHICHTE AUSTRALIENS
Die ersten Australier
Die Besiedelung Australiens begann vor rund 40.000 Jahren. Die ersten Siedler bezeichnen wir heute als Aborigines, die asiatischen Ursprungs sind und in drei Einwanderungswellen über Neuguinea nach Australien kamen: Beide Länder waren damals noch durch zahlreiche kleine Inseln mit Südostasien verbunden. Erst durch das Schmelzen von Eis auf der nördlichen Erdhalbkugel und den damit verbundenen erhöhten Wasserspiegel ging die Landverbindung langsam unter, schloß sich hinter den Aborigines ein Tor, und Australien wurde zur Insel.
Die ersten Australier, wie die Aborigines häufig genannt werden, waren nicht als geschlossene Gmppe gekommen. Man schätzt, daß sie nach ihrer Ankunft rund 600 Stämme mit 200 verschiedenen Sprachen bildeten. Sie lebten von der Jagd, vom Fischfang und vom Sammeln von Beeren, Kräutern und Kleintieren. Hütten wurden nur selten gebaut: im Süden als Schutz gegen die Kälte, im Norden gegen die heftigen Regenfälle. Die Aborigines besaßen kaum materielle Güter. Das entsprach einerseits der nomadischen Lebensweise, bei der Gepäck eher hinderlich war, vor allem aber stand eine Weltanschauung dahinter: Die Erde war gut, so wie sie war, nichts war ihr hinzuzufügen. Mythische Vorfahren hatten in der Traumzeit, der dreamtime, die Welt mit allen Tieren und Pflanzen geschaffen sowie Regeln aufgestellt, nach denen man leben sollte.
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Untereinander pflegten die Stämme Kontakt, man war (in Grenzgebieten) mehrsprachig, heiratete untereinander, und Streitigkeiten wurden bei Versammlungen (coroborees) geschlichtet. Kriegerische Auseinandersetzungen in unserem Sinne gab es nicht. Es gab Geburtenkontrolle, um keine Überbevölkerung entstehen zu lassen, und der Kontinent war in Wege, sogenannte Traumpfade, geteilt, auf denen es ein Wegerecht für bestimmte Gmppen gab. Entlang dieser Routen befanden sich die heiligen Stätten (sacred sites), von denen heute noch einige zu besichtigen sind.
Zu Kontakt mit der Welt außerhalb Australiens kam es kaum; er war auf den Norden des Kontinents beschränkt. Es gab Besuche von den Einwohnern Neuguineas und sporadisch von malaysischen Fischerbooten. Doch erst die Entdeckung durch die Europäer bedeutete den unwiderruflichen Wandel in der Lebensweise der Aborigines.
Die Europäer kommen
Obwohl es seit langem Spekulationen über eine terra australis incognita, eine Landmasse im Süden der Erdkugel, gab, entdeckten die Europäer Australien erst relativ spät. Fernäo de Magalhäes (Magellan) segelte Anfang des 16. Jahrhunderts ganz nah vorbei, als er Timor entdeckte. Das gleiche Schicksal traf Luis Vaez de Torres, der zwischen Australien und Neuguinea hindurchsegelte. So war es dem Holländer William Janus im Jahre 1606 vorbehalten, als erster Europäer im Norden Australiens (Cape York) an Land zu gehen. 1642 näherte sich Abel Tasman vom Süden her und stieß dabei auf das heute nach ihm benannte Tasmanien. Er vermutete noch, daß Tasmanien und Australien eine Landmasse bildeten.
Obwohl die Landschaften von Cape York und Tasmanien nicht unterschiedlicher sein konnten, waren sich die Holländer in einem Punkt einig: Der fremde
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