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Es ist nun bald zwanzig Jahre her, dafi Albino Luciani, der als Papst Johannes Paul I. die Welt durch seine natürliche Menschlichkeit bezauberte, nach nur einmonatiger Amtszeit eines plötzlichen Todes verstorben ist. Sein Andenken aber ist bis heute lebendig geblieben. Und der Verlag Styria hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Stimme dieses „Seelsorgers", der er im besten Sinne des Wortes ivar,; nicht verstummen zu lassen. Einen herausragenden Aspekt in Lucianis Spiritualitat stellt seine geradezu zartliche Liebe zur Mutter Gottes dar. Gerne erinnert er sich dabei an die eigene Kindheit, an die Wárme und Liebe, die ihn umgab, wenn er mit seiner Mutter und den Geschwistern abends den Rosenkranz betete:„Gegrüfietseist du, Maria, voll der Gnade "Er, der Kardinal, der „Kirchenfiirst", empfand das Beten dieser ein-fachen Worte mit all ihren Wiederholungen nie als lang-weilig. Für ihn waren sie nicht monoton-mechanisch, son-dern Ausdruck gröfiter, innigster Liebe. Maria hat sich in kindlichem Vertrauen dem Willen und der Führung Gottes überlassen. So ist sie mit ihrem be-dingungslosen Ja Jür uns Suchende zur Wegbereiterin zu ihrem göttlichen Sohn und zum Vater im Himmel ge-worden.
Anhand des „Ave Maria" wurden hier Texte zusammen-gestellt, die deutlich erkennen lassen, dafi tiefe Marien-jrömmigkeit einer echten Christusbezogenheit nicht im Weg steht, sondern sie vielmehr fördert und aktiviert.