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Baedekers Autoreiseführer Spanien und Portugal [antikvár]

Baedekers Autoreiseführer Spanien und Portugal [antikvár]

 
TEIL A ALLGEMEINE ANGABEN I. Land und Leute 1 a. Zur Landeskunde von Spanien Spanien, spanisch Espana, umfaßt einschließlich der Kanarischen Inseln sowie der an der marokkanischen Küste gelegenen Städte Ceuta und Meliila, die zum Mutterland gerechnet werden, eine Fläche von 505 545 qkm mit einer Bevölkerung von 33 400 000 Einwohnern (1970), so daß auf 1 qkm 67 Einwohner kommen (Bundesrepublik Deutschland 240 Einw. pro qkm). — Die Einteilung des Landes nach den historischen Landschaften (vgl. unten) umfaßt Andalusien...
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TEIL A ALLGEMEINE ANGABEN I. Land und Leute 1 a. Zur Landeskunde von Spanien Spanien, spanisch Espana, umfaßt einschließlich der Kanarischen Inseln sowie der an der marokkanischen Küste gelegenen Städte Ceuta und Meliila, die zum Mutterland gerechnet werden, eine Fläche von 505 545 qkm mit einer Bevölkerung von 33 400 000 Einwohnern (1970), so daß auf 1 qkm 67 Einwohner kommen (Bundesrepublik Deutschland 240 Einw. pro qkm). — Die Einteilung des Landes nach den historischen Landschaften (vgl. unten) umfaßt Andalusien (Andalucía), Aragonien (Aragón), Asturien (Asturias), Altkastilien (Castilla la Vieja), Neukastilien (Castilla la Nueva), Katalonien (Cataluna), Estremadura, Galicien (Galicia), Granada, León, Murcia, Navarra und Valencia. Die amtliche Einteilung zählt 50 Provinzen (Hauptstädte, deren Name sich nicht mit dem ihrer Provinz deckt, in Klammern): Álava (Vitoria), Albacete, Alicante, Almería, Ávila, Badajoz, Balearen (Palma de Mallorca), Barcelona, Burgos, Cáceres, Cádiz, Castellón, Ciudad Real, Córdoba, La Coruna, Cuenza, Gerona, Granada, Guadalajara, Guipúzcoa (San Sebastián), Huelva, Huesca, Jaén, León, Lérida, Logrono, Lugo, Madrid, Málaga, Murcia, Navarra (Pamplona), Orense, Oviedo, Palencia, Las Palmas, Pontevedra, Salamanca, Santa Cruz, Santander, Segovia, Sevilla, Soria, Tarragona, Teruel, Toledo, Valencia, Valladolid, Vizcaya (Bilbao), Zamora, Zaragoza. Die bevölkertesten Provinzen sind Barcelona (auf 1 qkm 495 Einw.), Vizcaya (480) und Madrid (468), die am wenigsten besiedelten Soria (11), Teruel (12), Guadalajara (12) und Huesca (14). Die Regierung wird gebildet vom Staatsoberhaupt (vgl. S. 20) und den Jlinisierieo. Das Pariament der Corles (Landstände) umfaßt 615 Mitglieder. Jede Provinz untersteht einem Zivilgouverneur {fiobernador Civil) und einem gewählten Provinzialrat {Diputación), während die Gemeinden durch eina Jt^nto (Ayuntamiento) verwaltet werden, an deren Spitze ein Bürgermeister {Alcalde) steht. — Die Religion (vgl. S. 20) ist fast ausschließlich römisch-katholisch (etwa 25 000 Geistliche); die Zahl der Protestanten beträgt nur 0,1%. Die Schulen sind •Bekenntnisschulen". — Die Landesfarben sind rot-gelb-rot. Andalusien {Andalucía), die südlichste Landschaft der iberischen Halbinsel, ist das Spanien unserer Vorstellung. In reizvollem Gegensatz sind hier schneebedeckte Hochgebirge und Dünenwälle der Küstenniederung, sonnenverbrannte Hochsteppen und üppig-grüne 'Huertas' (vgl. S. 12), Palmenhaine und Cistus-heiden vereinigt. Dazu kommen die Denkmäler einer glänzenden Vergangenheit, die in dem Säulenwald der Moschee von Córdoba sowie in den rotleuchtenden Türmen und prächtigen Höfen der Alhambra von Granada gipfeln. Den südlichen Teil Andalusiens beherrscht das Andalusische Kettengebirge. Die von Süden gegen die iberische Masse gepreßten Parallelfalten bestehen aus einer südlichen inneren Zone von kristallinen Schiefern und einer äußeren Zone aus mesozoischen und tertiären Sedimenten, die mit dem Kalkfelsen von Gibraltar beginnt und sich auf der Nordseite des Gebirges bis zum Hochland von Jaén hinzieht. Spätere tektonische Störungen haben Einbruchsbecken wie die fruchtbare Vega von Granada entstehen lassen und einen schroffen Abfall zum Mittelmeer geschaffen. Das Gebirge trägt zwar in der vom ewigen Schnee bedeckten Sierra Nevada den höchsten Gipfel Spaniens (Cerro de Mulhacén; 3481m), zeigt aber im wesentlichen gerundete Mittelgebirgsformen. Steppen und Ziegenweiden, auch Macchiengestrüpp überziehen die schuttbedeckten Gipfelregionen. In tieferen Lagen finden sich Korkeichen- und Kastanienwälder. Die Besiedlung ist schwach; in Höhlenwohnungen (S. 150) hausen zahlreiche Zigeuner, und das Hochtal Alpujarras ist Zufluchtsgebiet einer noch halb maurischen Bevölkerung. Anders der südliche volkreichere Küstenstreifen, der von den feuchten Ozeanwinden noch berührt wird. In Terrassen ziehen sich Fruchtgärten, in denen sogar Bananen gedeihen, Weinberge und Baumwollfelder hin. Das gewerbreiche ilíáía^a ist Ausfuhrhafen, besonders für seinen berühmten Wein. Zwischen dem Andalusischen Kettengebirge und der Sierra Morena ist das vom Guadalquivir durchströmte Andalusische Tiefland eingesenkt, eine mit tertiären und alluvialen Ablagerungen erfüllte ehemalige Meeresbucht. In den östlichen Teilen ist das Guadalquivirbecken ein zerschnittenes Hügelland, nur unter- I ¦ i ¦Ii' .) «t i 1 - fr!:.-,;''/r','. d!

Termékadatok

Cím: Baedekers Autoreiseführer Spanien und Portugal [antikvár]
Kiadó: Baedekers Autoführer-Verlag GmbH
Kötés: Fűzött keménykötés
ISBN: 3870362405
Méret: 120 mm x 230 mm
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