Bővebb ismertető
Vorwort
Im Vorwort zur 1. Auflage (1934) konnte noch optimistischerweise die Meinung vertreten werden, daß sich „kleine Unterschiede" hinsichtlich Anwendung bakteriologischer Untersuchungsmetlioden in der Milchwirtschaft in den verschiedenen Ländern im Interesse eines allgemein gültigen Standards unschwer bereinigen ließen; indessen ist der Weg zur Erreichung dieses Zieles allem Anschein nach schwieriger anstatt leichter geworden: nicht bloß hat sich seitdem in immer zunehmendem Maße die Zahl der zur bakteriologischen Untersuchung stehenden Objekte erhöht, sondern ebensosehr auch die Zahl der für manches einzelne Objekt parallel ausgearbeiteten Verfahren. Als Beispiel diene die Mannigfaltigkeit der verschiedenen Reduktionsproben oder der Methoden zur Feststellung des Coli-aerogenes-Titers.
Dazu kommt, daß wir auch noch eine Mehrzahl von Kommissionen haben, die sich mit der Aufstellung von Standard-Methoden befassen, ohne daß ihre Vorschläge einheitlich sind; dabei ist noch vieles im Fluß und wartet auf Entscheidung.
So ergab sich für die Abfassung der neuen Auflage - mehr als bei den früheren - die ,,Qual der Wahl", welches Verfahren nun zu bringen sei und welches nicht. Die beste Lösung war es wohl, mich aus diesem Dilemma herauszuhalten und im Interesse der vielseitigen Verwendbarkeit des Buches für den Benützer dort, wo es zweckmäßig erschien, mehrere Methoden anzugeben, seien diese nun aktuellen oder,,potentiellen" Standard-Charakters, in Ergänzung dazu auch andere Verfahren, wie sie in einem milchbakteriologischen Laboratorium nicht bloß täglich, sondern sporadisch anfallen, als da sind die Feststellung besonderer Fehler der Milch oder bestimmter Mängel der Milcherzeugnisse.
Im Vergleich zu der 3. Auflage wurden insbesondere diejenigen Kapitel erweitert, die sich mit dem Nachweis kranker Milch (Mastitis), den verschiedenen Reduktionsproben, dem Nachweis und der Differenzierung der verschiedenen Milchsäurebakterien-Gruppen, der gramnegativen Stäbchen (,,Ck)liforme") und der Buttersäurebazillen befassen, ferner auch die Abschnitte, in denen die Pasteurisierungsfähigkeit der Milch, die Desinfektionsmittelprüfung, der Keimgehaltsnachweis von Wasser und Luft und die Erfassung von Antibiotica abgehandelt werden.
Bei einer Reihe von Verfahren finden sich auch Angaben über ihre Zuverlässigkeit und ihre Korrelation mit anderen Verfahren, soweit darüber Untersuchungen vorliegen.
Im Interesse einer breiteren Auswertungsmöglichkeit der neuen Auflage über die konventionellen Methoden hinaus erschien es zweckmäßig - soweit wichtig erscheinende Verfahren nicht näher beschrieben sind Hinweise auf weitere Untersuchungsmöglichkeiten zu geben nebst dem zugehörigen Schrifttum für diejenigen, die an einem tieferen Eindringen in die Materie interessiert sind.
Daß unter der Fülle des Stoffes die Übersichtlichkeit der neuen Auflage etwas leidet, ist ein Tribut, der in Kauf genommen werden sollte. Die voraus-