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Wissenswertes über den Balaton
Der Balaton ist der größte See Mittel- und Westeuropas. Seine Wasserfläche beträgt bei mittlerem Wasserstand 595 km2. Der See hat eine langgestreckte Form und verläuft von Nordosten nach Südwesten. Er ist 77 km lang und schwankt in der Breite zwischen 3 und 14 km. Die gesamte Uferlänge beträgt annähernd 195 km, mit dem Auto kann man den See in 2V2 - 3 Stunden umfahren. Am Nordufer erstreckt sich eine große Landzunge tief in den See, die Halbinsel Tihany (12 km2). Sie engt den See hier auf ca. IV2 km ein.
Im Vergleich zu seiner Größe ist der See ungewöhnlich flach. Seine durchschnittliche Tiefe liegt bei 3 m, und auch an der Spitze der Halbinsel Tihany (im sogennanten Tihanyer Brunnen) ist das Wasser nicht einmal 13 m tief. Das Seebecken gleicht also einer flachen Mulde. Diese Besonderheit kommt den Badefreudigen zugute, denn das seichte Wasser erwärmt sich schnell. Im Frühjahr, d. h. im Mai, erreicht die Wassertemperatur bereits 16 °C, und ein solch erfrischendes Bad kann man weit in den Herbst hinein, bis zum September, ja bis zum Oktober nehmen. Im sommer liegt die mittlere Wassertemperatur über 20 °C, nicht selten erwärmt sich das Wasser auch auf 25-27 °C.
Das süße, schwach alkalische, weiche Wasser kann aufgrund seines Kalzium-, Magnesium- und Hydro-karbonatgehaltes als ein stark verdünntes Mineralwasser angesehen werden. Kalzium fördert von medizinischem Standpunkt aus gesehen die Ausgewogenheit der vegetativen Körperfunktionen, Magnesium beruhigt das Nervensystem. Der Mineralgehalt des Wassers erhöht also noch die an sich schon wohltuende Wirkung eines Bades im Balaton. (Eine gewisse Trübung, auffallendes Charakteristikum des Balatonwassers, ist überwiegend auf den Zerfall von Kalkverbindungen zurückzuführen, obwohl auch im Wasser